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S a c h a u.
Zerstörung von Fil seine Einwohner auf das gegenüberliegende
Ufer übergesiedelt seien; die Entfernung zwischen Fil und
Gurgänj war ebenso gross als die zwischen Käth und letzterem
Ort d. h. drei Tagereisen stromabwärts.
Schliesslich bemerken wir nur noch, dass auch Grurgänj
eine sehr alte Stadt gewesen sein muss, wenn anders die Identification
von urvä (Vendidad I, 38) mit Gurgänj sich als
stichhältig erweisen sollte. Die Stadt war zur Zeit des Alistakhri
(S. 342, 2. 3.) 1 Farsakh vom Oxus entfernt, während
Yäküt (II, 54) sie als am Ufer des Oxus liegend beschreibt.
Kehren wir nach dieser Digression zurück zur Besprechung
von Albirünis Bericht über die Aeren der Khwärizmier,
speciell zur dritten Aera, als deren historische Veranlassung
wir die Erbauung eines königlichen Schlosses durch den Shäh
Afrigh kennen gelernt haben. Bis auf diese Zeit (A. D. 305)
führt Albirüni den Stammbaum des chorasmischen Fürstenhauses
zurück; er zählt bis zum Auftreten Muhammads (A. D.
610), also für einen Zeitraum von 305 Jahren 10 Fürsten,
was für jeden eine durchschnittliche Regierungsdauer von 30'/ 2
Jahren ergiebt. Die Namen sind: SjJU, dLw.:^, iJj+iSLu/!,
Uer letztere —
Arthamükh — war nach Albirüni ein Zeitgenosse Muhammads.
In dem Zeitraum von 102 Jahren, der zwischen Muhammads
Auftreten und der definitiven Eroberung Khwärizms
durch Kutaiba ben Muslim (A. H. 93 = A. D. 712) verfloss,
regierten vier weitere Fürsten aus demselben Geschlecht mit
Namen: dJ!.
Der letztere — Askajamük — wurde von Kutaiba ben
Muslim als Shäh von Khwärizm gegen seinen rebellischen
Bruder bestätigt, musste sich aber dafür verpflichten, einen
jährlichen Tribut zu entrichten und einen muslimischen Gouverneur
(Wall) sammt Besatzung aufzunehmen.
Die näheren Verhältnisse der Eroberung Khwärizms durch
die Araber sind nach Albalädhuris Kitäb-alfutüh folgende:
Der erste Eroberungsversuch wurde bereits unter dem
Chalifat Othmans unternommen und zwar von Al’ahnaf ben
Kais, einem der Generäle des 'Abdallah ben 'Amir b. Kuraiz,
der A. H. 29 von Othman zum Statthalter von Basra ernannt