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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

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S  a  c  h  a  u.

Zerstörung  von  Fil  seine  Einwohner  auf  das  gegenüberliegende
Ufer  übergesiedelt  seien;  die  Entfernung  zwischen  Fil  und
Gurgänj  war  ebenso  gross  als  die  zwischen  Käth  und  letzterem
Ort  d.  h.  drei  Tagereisen  stromabwärts.
Schliesslich  bemerken  wir  nur  noch,  dass  auch  Grurgänj
eine  sehr  alte  Stadt  gewesen  sein  muss,  wenn  anders  die  Identification ­
  von  urvä  (Vendidad  I,  38)  mit  Gurgänj  sich  als
stichhältig  erweisen  sollte.  Die  Stadt  war  zur  Zeit  des  Alistakhri
  (S.  342,  2.  3.)  1  Farsakh  vom  Oxus  entfernt,  während
Yäküt  (II,  54)  sie  als  am  Ufer  des  Oxus  liegend  beschreibt.
Kehren  wir  nach  dieser  Digression  zurück  zur  Besprechung ­
  von  Albirünis  Bericht  über  die  Aeren  der  Khwärizmier,
speciell  zur  dritten  Aera,  als  deren  historische  Veranlassung
wir  die  Erbauung  eines  königlichen  Schlosses  durch  den  Shäh
Afrigh  kennen  gelernt  haben.  Bis  auf  diese  Zeit  (A.  D.  305)
führt  Albirüni  den  Stammbaum  des  chorasmischen  Fürstenhauses ­
  zurück;  er  zählt  bis  zum  Auftreten  Muhammads  (A.  D.
610),  also  für  einen  Zeitraum  von  305  Jahren  10  Fürsten,
was  für  jeden  eine  durchschnittliche  Regierungsdauer  von  30'/ 2
Jahren  ergiebt.  Die  Namen  sind:  SjJU,  dLw.:^,  iJj+iSLu/!,
Uer  letztere  —
Arthamükh  —  war  nach  Albirüni  ein  Zeitgenosse  Muhammads.
In  dem  Zeitraum  von  102  Jahren,  der  zwischen  Muhammads ­
  Auftreten  und  der  definitiven  Eroberung  Khwärizms
durch  Kutaiba  ben  Muslim  (A.  H.  93  =  A.  D.  712)  verfloss,
regierten  vier  weitere  Fürsten  aus  demselben  Geschlecht  mit
Namen:  dJ!.
Der  letztere  —  Askajamük  —  wurde  von  Kutaiba  ben
Muslim  als  Shäh  von  Khwärizm  gegen  seinen  rebellischen
Bruder  bestätigt,  musste  sich  aber  dafür  verpflichten,  einen
jährlichen  Tribut  zu  entrichten  und  einen  muslimischen  Gouverneur ­
  (Wall)  sammt  Besatzung  aufzunehmen.
Die  näheren  Verhältnisse  der  Eroberung  Khwärizms  durch
die  Araber  sind  nach  Albalädhuris  Kitäb-alfutüh  folgende:
Der  erste  Eroberungsversuch  wurde  bereits  unter  dem
Chalifat  Othmans  unternommen  und  zwar  von  Al’ahnaf  ben
Kais,  einem  der  Generäle  des  'Abdallah  ben  'Amir  b.  Kuraiz,
der  A.  H.  29  von  Othman  zum  Statthalter  von  Basra  ernannt
            
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