P Handschrift der Bibliotheque nationale in Paris mit der
Signatur Suppl. Arabe 713. 2; sie ist nicht datirt, aber
vermuthlich 200—300 Jahre alt.
L Handschrift des British Museum (Rieh Collection) Add.
7491, datirt A. H. 1079 (A. D. 1668/9).
T Handschrift des British Museum (Taylor Collection) Add.
23, 274, eine Copie von R, datirt A. H. 1255 Muharram
(A. D. 1839 März).
Die drei Manuscripte PLR, denen wir unsern Text entnommen
haben, geben eine und dieselbe Redaction wieder und
gehen auf eine gemeinsame Quelle zurück; diese Urhandschrift
hat augenscheinlich fast aller Vocale, Lesezeichen und der
meisten diakritischen Punkte entbehrt und PLR sind nichts
als ebensoviele, mehr oder weniger gelungene Interpretationsversuche
dieses Originals. Alle drei Schreiber scheinen Perser
gewesen zu sein, deren Kenntniss des Arabischen und der
behandelten Materie .nicht sehr bedeutend war. P und R weichen
am meisten von einander ab; L stimmt bald mit P, bald mit
R überein. Ferner sind P und L sehr vollständig vocalisirt und
punktirt, R dagegen nicht vocalisirt.
Die Sprache Albirüni’s ist keineswegs classisches Arabisch,
und es zeigt sich oft sehr evident, dass nur die Worte Arabisch
sind, während die Form des Gedankens rein Eranisch ist. Im
allgemeinen ist sein Styl klar und präcis, und schwierig nur da,
wo von philosophischen Dingen die Rede ist.
Die Epochen, deren sich die Khwärizmier vor Annahme
der Hijra in ihrer Zeitrechnung bedienten, sind nach Albirüni
die folgenden drei:
I Das Jahr 980 vor Alexander (1292 vor Chr. Geb.), Anfang
der Cultur des Landes.
II Das Jahr 888 vor Alexander (1200 vor Chr. Geb.), Ankunft
des Siyäwush ben Kaikäüs.
III Das Jahr 616 nach Alexander (305 nach Chr. Geb.),
Erbauung der Königsburg in Khwärizm, der Hauptstadt
des Landes b
1 Nach dem Canon Masudicus (MS. Elliot Bl. 25) rechneten die Magier
Transoxaniens nach dem Todesjahr des Yazdagird; lind zwar rechneten
diejenigen, welche westlich vom Balkhäb wohnten, zwischen diesem Datum
und der Epoche der gewöhnlichen Yazdagirdisclien Aera (Kegierungs-