Zur Geschichte und Chronologie von Khwärizm.
483
und seine Wissenschaften studierten, dem Untergang' preisgegeben
und auf alle mögliche Weise ruinirt. 1 In Folge
dessen sind nun diese Dinge dermassen in Dunkel gehüllt,
dass es bei diesem Zustande nicht (einmal) möglich ist die
wirkliche Geschichte des Landes seit dem Islam 2 zu ermitteln,
(geschweige denn die frühere).
In der Folgezeit war nun die Wiläya abwechselnd bald in
den Händen dieses Geschlechtes, bald in den Händen anderer,
bis sowohl die Wiläya wie auch die Shäh-Würde ihnen verloren
ging nach dem Tode des Märtyrers Abü-'Abdalläh Muhämmad
b. ’Al,imad b. Muhammad b. 'Irak b. Mansür b. 'Abdallah
b. Turkasbätha b. Shäwushfar b. Askajamük b. Azkäjawar
b. Sabri b. Sakhr b. Arthamükh, von dem ich gesagt
habe, dass zu seiner Zeit der Prophet gesandt wurde.'
Der hier in Text und Uebersetzung mitgetheilte Abschnitt
ist der Schluss des Capitels über die Aeren verschiedener
Völker; in dem unmittelbar Vorhergehenden erörtert Albirüni
die zahlreichen Aeren der vorislamischen Araber und fügt
hinzu, dass die Südaraber nach den Regierungsjahren ihrer
Tubba's datirt hätten, wie die Perser nach ihren Chosroen,
die Griechen nach ihren Kaisern.
Bevor wir uns zur Besprechung der Einzelheiten dieses
Berichtes wenden, müssen wir einige Worte über die Textüberlieferung
der Chronologie (Aläthär Albakiya) vorausschicken,
mit der es leider ziemlich schlecht bestellt ist. Von dem
Werke existiren in europäischen Bibliotheken nur die folgenden
vier Handschriften, die sich in Wirklichkeit auf drei reduciren:
R, im Privatbesitz von Sir Henry Rawlinson, ist copirt A. II.
1254 Ende Safar (A. D. 1838 Mai) in Teheran aus einer
der dortigen Shah-Moschee angehörigen, alten Handschrift.
Zu dem Sprachgebrauch von inf. vgl. Fihrist, cd Flügel
239, 17: (^XäJI bJj tLix.
o-b . I
2 Die Worte xj 7 r jJb U sind der Construction nach =
XJ (Xg-c Lo U