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Sacliaü.
urväm pouruvästräm bezeichnet. Er identificirt urvä mit
Urganj, der Hauptstadt des Landes; dies ist aber nur die
türkische Aussprache für die einheimische Namensform Gurgänj
(bei den Arabern Jurjaniyya), worin wir wahrscheinlich einen
Stamm gurgä und eine Endung nj zu unterscheiden haben.
Als analog hiermit lassen sich die Namen für den 4- und 11.
Monat des Sughdischen Jahres Bisäk dJLvo und Zhimadä
I A*J\- (entsprechend dem persischen Ti r mäh und Bahmanmäh)
anführen, welche auch in den Formen Bisäkanj j
und Zhimadanj überliefert sind. Aus den uns vorliegenden
Resten des khwärizmischen Dialectes lässt sich allerdings
etwas ähnliches nicht nacliweisen. Die Gleichsetzung von
gurgä und urvä (älterem vurvä, vehrvä?) ist sprachlich
zulässig (vgl. vehrkäna und Gurgän), und dass der Hauptort
eines Landes als Name des ganzen Landes gebraucht wird,
kommt gerade in Vendidäd I. noch mehrmals vor, wie z. B.
Möuru und Bäkhdhi, vgl. Spiegel, Eranische Alterthumskunde I,
214. Ein Hauptbedenken gegen Rawlinson’s Deutung bleibt
immerhin der Umstand, dass die Hauptstadt des Landes in
ältester Zeit eben nicht Gurgänj, sondern die Stadt Khwärizm
gewesen zu sein scheint. 1
1 Wir geben bei dieser Gelegenheit unsererseits einen Beitrag zur geographischen
Erklärung von Vendidäd cap. I. In v. 42 (Klinentern yim
vehrkänöshayanem) ist das Wort khnofitem noch unerklärt, wenn
auch im allgemeinen feststeht, dass mit diesen Worten Hyrcanien (Jurjän)
bezeichnet, ist. Die Combinationen von Ifang und Justi mit je Kandähär
und Jurjänriid entbehren beide gleich sehr der Begründung. Vgl. Kiepert,
,Heber die geographische Anordnung der Namen arischer Landschaften
im I. Fargard der Vendidäd“ in den Monatsberichten der k. PreusSifchen
Akademie der Wissenschaften in Berlin 1856 (S. 631); F. Spiegel, Eranische
Alterthumskunde I, 194. 195.
Die Analogie der vv. 14 (gäum yim Qiighdhöshaynnem) und 34
(väekeretem yim duzliakosliayanem) hilft uns nicht weiter, da in
beiden Stellen ausser dem Worte 911 gh d h ö noch alles andere der Erklärung
harrt.
Wir identificiren Klinenta mit XaplvSa?, welches nach den alten Geographen
(Ptolemaeus und Ammianus) der Name dos Grenzflusses zwischen
Hyrkanien und Medien war, von Ptolemaeus aber Helion zu Medien
gerechnet wurde. Diejenige hyrkanische Völkerschaft, welche dies Grenzland
gegen Medien hin bewohnte, wurde nach dem Flusse benannt: XpfJvSot.