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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

Sachau.  Zur  Geschichte  und  Chronologie  von  Kliwarizm.

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Zur  Geschichte  und  Chronologie  von  Kliwarizm.
Von
Dr.  Ed.  Sachau,
ord.  Prof,  für  oriental.  Sprachen  an  der  Universität  in  Wien.
In  dem  centralasiatischen,  durch  den  Oxus  und  Jaxartes
gebildeten  Mesopotamien  finden  wir  seit  ältester  Zeit  mehrere
Culturstätten,  welche  ihr  Leben,  ihre  jeweilige  Bliithe  diesen
grossen  Strömen,  ihren  Tributären  und  den  aus  denselben
abgeleiteten  Canälen  verdanken.  Die  bedeutendste  derselben
war  und  ist  Sogdiana,  dessen  regstes  Leben  auf  beiden  Seiten
des  Zarafshän,  des  IIoaut![j.y;tc'  der  Alten,  pulsirt.  Sogdiana
zusammen  mit  den  westlich  und  südlich  vom  Oxus  angrenzenden ­
  Ländern  Margiana  und  Bactriana,  Takhäristän  (dem  Lande
der  Tö^apoi)  und  Badakhshän  dürfte  als  der  Ursitz  der  Eranier
anzusehen  sein.  Ihre  früheste  Wanderung  scheint  dem  Lauf
der  beiden  Ströme  gefolgt  zu  sein,  den  Jaxartes  hinab  nach
Farghäna,  der  osteranischen  Grenzmark  gegen  Türän,  den  Oxus
hinab  nach  Kliwarizm.  Die  nördlichste  Culturstätte  dieses  Duäb
ist  das  Land  der  Xoipaapnoi  oder  Kliwarizm  auf  beiden  Seiten
des  unteren  Oxus-Laufes.  Ueberall  in  diesen  Landen  herrschte
eranische  Sprache  und  Sitte,  sowie  die  Religion  Zoroaster’s
bis  zur  Zeit  der  arabischen  Eroberung  und  noch  Jahrhunderte
darüber  hinaus.
In  dem  vermuthlich  ältesten  geographischen  Denkmal  der
Eranier,  dem  ersten  Fargard  des  Vendidäd  wird  unter  den
sechzehn  von  Ahuramazda  geschaffenen  Ländern  Khwärizm
mit  diesem  Namen  nicht  erwähnt,  ist  aber  nach  Sir  H.  Rawlinson’s
  Vermuthung  in  Vers  38  durch  das  früher  unerklärte
            
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