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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

Berichte  über  Handschriften  des  sog.  Scliwabenspiegels k

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Der  bischoff  von  1  Coln  ist  cantzier  tzu  Lamparten,  vnd
bat  auch  die  dritten  stymme  an  der  wale.
Under  den  leyen  fürsten  ist  der  erste  tzu  kysen  an  der
stymme  der  pfaltzgrafe  von  dem  Reyn, 2  des  reichs  truchsesz,
der  sol  dem  konige  die  ersten  schusseln  tragen.
Der  ander  an  der  stymme  ist  der  hertzog  von  Sachsen,
des  reichs  marschalck,  der  sol  dem  konige  das  swert  vortragen.
Der  drit  an  der  stymme  ist  der  marggraue 3  von  Brandenburgk,
  des  reichs  kamerer,  der  sol  dem  konige  wasser  geben.
Der  vierde  an  der  stymme  ist 4  der  hertzog  von  Beheym,
des  koniges  schenck,  der  sol  dem  konige  den  ersten  becher
tragen,  diese  vier  leyen  fürsten  sollen  tewtsche  man  sein  von
vater  vnd  von  mutcr,  oder  von  ettwederm.
Wenne  sy  kysen  wollen  einen  konig,  so  sollen  sye  ein
sprach  gebieten  gein  Franckfurt.  die  sol  gebieten  der  bisch  oft’
von  Meintz  bey  dem  banne,  vnd  sol  sy  der  pfaltzgraue  5  gebieten
bey  der  echte,  syc  sollen  tzu  dem  gesprech  dar  gebieten  jren
gesellen  dy  mit  jne  do  sullen  kysen,  vnd  darnach  den  andern
fürsten  so  meist  sy  dar 11  gehaben  mugen.
Der  fürsten  ist  dorumbe  vngerade  gesetzt,  ab  drey  an
einen  gefallen,  vnd  vier  an  einen  andern,  das  die  drey  den
viren  folgen  sollen,  vnd  ye  sol  dy  mynner  volgen  dem  merteil, 7
das  ist  an  aller  kure  recht.
395  (II  424).
Was  ein  man  von  dem  konige  empfangen  hat  der  ein
leyhe  ist,  vnd  empfehet  das  ein  ander  man  von  demselben 8
furbasz,  so  ist  er  der  vorderst  nicht  an  dem  lehen.  dauon  mager ­
  nicht  ein  fürste  geheissen,  so  man  spricet  in  latein  princeps,
das  ist  in  tewtsch  ein  fürste,  wanne  princeps  ist  alsvil  gesprochen
als  der  vorderst  empfaher.  princeps  dicitur  quasi  primum  capiens.
wan  ein  man  der n  ein  lehen  empfehet  von  einem  der  es  vor
jme  40  empfangen  hat,  der  heisset  nicht  der  erste  an  dem  lehen,
vnd  mag  auch  nicht  geheissen  princeps.
404—409  (II  433—  438).
Fvnff  stet  ligen  in  Sachsen  do  der  konig  hoff  hin  gebieten ­
  sol.  die  erste  ist  tzu  Grüne,  die  ander  tzu  Gotslar,  die
1  II  zu.  2  II  vom  Reyne.  3  II  Der  dritte  ist  marg-raffe.  4  II  vierde  ist.
3  II  pfalczgraffe  vom  Reyne.  0  II  der.  4  II  mereren  teyi.  8  II  dem.
9  II  dan.  10  II  eym.
Sitzungsber.  d.  phil.-hist.  CI.  LXXIII.  Bd.  III.  Hit.

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