Berichte über Handschriften des sog. Schwabenspiegels.
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berg 1 sich findet. Die Artikel II 484 und 758 werden unten in V
mitgetheilt. Der Artikel I 796 = II 846 ist ein zweiter Judeneid. 2
Die Artikel I 935—937 = II 979 bis 981, I 1041 und 1042 =
II 1087 und 1088,1 1054 = II1099, sowie der die Legitimation
der Pfaffensöhne behandelnde Artikel I 1070 = 11 1115 erhalten
wieder unten in Y ihre Stelle. Von besonderer Bedeutung
aber ist es endlich, dass von den Artikeln, welche uns im
dritten Landrechtstheile die vollsten Formen bieten, beispielsweise
die der juristischen Bibliothek zu Zürich und die Ebnersche,
sich hier gleichfalls 314 I, 314 II, 314 IV, 317 I, 349 Ia
und b, 350 Ia,b,c, 353 I, 363 I, welcher wie in Z und E die
Stellung zwischen 363a und 363b hat, 363 IIa,b,c,d, 364 I,
367 I, 368 I, 370 II, 374 I, 375 II, 375 III, 375 IV, 375 V,
375 VI finden, überdies auch in II noch 313 II, Artikel, von
welchen 317 I und 353 I nicht in der Züricher, sondern allein
in der Ebner’sehen Handschrift erscheinen.
Was das Lehenrecht betrifft, werden die Artikel I 197
und 198 = II 185, sowie II 261 unten in V mitgetheilt.
Sind hiemit Anhaltspunkte zur Beurtheilung des Verhältnisses
unserer zwei Handschriften zu L geboten, so würde man im
Uebrigen auf falscher Fährte sein, wollte man daraus auch gleich
einen Schluss auf das Verhältniss der Gestalt der ganzen
Gruppe, welcher sie angehören, innerhalb welcher sie
aber wieder nur eine gekürzte Abzweigung bilden, zu
L oder zu den sonstigen Formen des sogenannten Schwabenspiegels
ziehen. Diese Gruppe hat nämlich nicht allein jene
Artikel, welche hier als fehlend bemerkbar gemacht worden
sind, sondern sie reiht auch — was aus einem höchst gewichtigen
Grunde nicht zu übersehen ist — von den zuletzt
aufgeführten der Handschriften Z beziehungsweise E die hinsyn
vnd allen yren fleysz mit ganczen trewen stellen nach rechtem geliebte
also das es gote löblich sey vnd den lewten nuczlicli an leyb an
gute an der sele. das [ist] der pabist Siluester, kunig Constantinus, der
keyszer Justinnanus, keyszer Karel, keyszer Ludweck, sein svn der edel
Dytheus, die alle erlich waren vnd got mynton vnd forchten. vnd darvmb
saezten sie mit wolbedachtem mute vnd mit weyszer meyster lerc alle
die lantrecht vnd alle die lehenrecht die an dissem buch sint.
1 Vgl. den Abdruck in Zöpt'l’s Altertlüimern des deutschen Reichs und
Rechts II, S. 414.
2 Vgl. Gengier a. a. O. Sp. 117 und 118.