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Zimm ermaun.
fundenen psychologischen Grundformeln darbieten, sondern
auch eine ,nützliche Vergleichung' mit den Grandlehren der praktischen
Philosophie zulassen, vermögen sie ihm als Philosophen
Interesse einzuflössen. Worin diese Vergleichung- bestehe, wozu
sie ,nützen' soll, erhellt, wenn wir das Ergehniss jener Untersuchungen
über die Tonlehre und die Grundlage seiner praktischen
Philosophie neben einander stellen. Als jenes bezeichnet
er: dass wir begreifen gelernt haben, dass und warum das
musikalische Wissen also beschaffen sein muss (wie es erfahrungsgemäss
ist); dass und wie die verschiedenen Brechungen
der Töne einen verschiedenen Sinn der Intervalle ursprünglich
ergeben (a. a. O. VII. 27). Es wird nur der Erinnerung
bedürfen, dass Herbart’s praktische Philosophie auf eine geschlossene
Reihe ursprünglicher unter sich verschiedener
ästhetischer Willensverhältnisse sich gründet, um obige ,Vergleichung'
weder ,fernliegend' noch ,zwecklos' zu linden.
Jene psychologischen Grundformeln, deren ,Anwendung'
die Tonlinie zeigen soll, sind in den Hauptpunkten u. s. w.
§. 13 in äusserster Knappheit entwickelt. ,Es seien zwei oder
mehrere Thätigkeiten desselben Wesens (die in ihm ohne
Zweifel zusammen sind) so beschaffen, dass sie einander
hemmen, nicht aber vernichten, noch verändern, demnach,
dass das Gehemmte als ein Streben fortdauere'. Das Gesagte
erlaubt sich dieselben unter dem Bilde in entgegengesetzter
Richtung wirkender Kräfte vorzustellen, in welchem Falle auch
keine derselben vernichtet oder verändert, sondern der Erfolg,
den jede für sich hervorgebracht haben würde, durch die andere
aufgehoben wird. 11erbart folgert hieraus, wenn die Hemmung
vollkommen sei und unter den Thätigkeiten kein Unterschied
der Stärke stattlinde, so werde von je zweien eine ganz
gehemmt werden, die andere ganz ungehemmt bleiben. Da nun
kein Grund für eine oder die andere vorhanden sei, so vertheile
sich die Hemmung; jede werde halb gehemmt.
Diese Folgerung entspricht nicht dem obigen Bilde. Zwei
Kräfte gleicher Stärke in völlig entgegengesetzten Richtungen
wirksam, werden einander nicht halb, sondern jede die andere
ganz hemmen. Wird an dem Körper in 0, den eine beliebige
Kraft P in der Richtung Ox bewegt, eine der P gleiche
Kraft Q in der entgegengesetzten Richtung Oy angebracht, so