Berichte über Handschriften des sog. Schwabenspiegels.
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ist, welche vorzugsweise heranzuzielien sind, um nach ihnen
über die Stellung der ganzen Gruppe zu anderen zu entscheiden.
Wir dürfen nun wohl nach dem Hingange von etwas
mehr als einem Jahrzehnte fragen: Was ist in dieser Beziehungseither
geschehen? Verhehlen wir es uns nicht, so mancher
Schritt zum Ziele ist gemacht worden, allein das Ziel selbst
ist noch keineswegs heute oder morgen schon erreicht. Zunächst
ist es wieder Laband, welcher im Jahre 1863 eine eingehende
Erörterung über die so wichtige bereits oben erwähnte
Baumwollenpapierhandschrift der Stadtbibliothek zu Freiburg
im Breisgau in der Zeitschrift für Rechtsgeschichte III.
S. 125 — 156 veröffentlichte. Ebendaselbst V. S. 303—320 gab
im Jahre 1865 Professor Dr. Mandry von zwei Handschriften
in der Privatbibliothek des Fürsten von Waldburg-Wolfegg-Waldsee
auf Schloss Wolfegg Nachricht. Ueber eine Handschrift
des geheimen Stadtarchives zu Kaschau verbreitete sich
gleichfalls im Jahre 1865 Professor Dr. Krones im Archive
für österreichiche Geschichte XXXIV. S. 234—252. Insbesondere
über die auf der Staats- wie Universitätsbibliothek und im allgemeinen
Reichsarchive zu München befindlichen, wie über
andere, habe ich selbst seinerzeit von 1866 an, und zwar namentlich
mit Rücksicht auf die Familiengruppirung, Untersuchungen
angestellt, welche theilweise hauptsächlich in den
Sitzungsberichten der baierischen Akademie der Wissenschaften
eine Veröffentlichung 1 gefunden, in deren historischer Classe
1 Der bequemeren Zurechtfindung halber mögen hier folgende Nachweise
eine Stelle finden:
Ueber eine des dritten Landrechtstheiles ermangelnde Handschrift im
allgemeinen Keichsarchive zu München. Sitzungsberichte der Akademie
der Wissenschaften 1807 I. S. 193—233.
Ueber eine rheingauer Handschrift auf der Hofbibliothek zu Aschaffen
bürg. Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins XXIV. S. 224—249.
Ueber die asbacher Handschrift und ihre nächsten Verwandten auf der
Staatsbibliothek zu München. Sitzungsberichte 1867 I. S. 519—502,
wozu noch die Noten 1 und 2 des Aufsatzes in den Sitzungsberichten
der philosophisch-philologischen und historischen Classe 1871 S. 490
und 497 zu vergleichen.
Ueber drei mit einem Anhänge zum Landrechte vermehrte Handschriften
auf der Staatsbibliothek zu München, welchen auch noch der Cod.
bavar. 2148 daselbst anzureihen. Sitzungsberichte 1807 II. S. 297—335.