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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

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Rockinger.

und  Rechts  II.  S.  406—430  eine  schätzbare  Mittheilung  über
das  ,kleinste  Kaiserrecht'  des  Codex  palatinus  461  der  Universitätsbibliothek ­
  zu  Heidelberg.  Gleich  im  folgenden  Jahre  auch
unterzog  sich  Professor  Dr.  Laband  einer  ausführlichen  Erörterung ­
  über  die  Uber’sche  Handschrift  des  Appellationsgerichtes ­
  zu  Breslau  in  seinen  Beiträgen  zur  Kunde  des
■Schwaben  Spiegels.  Gerade  sie  veranlassten  wieder  Ficker  zu  seiner
Arbeit  über  die  Genealogie  der  Handschriften  unseres  Rechtsbuches ­
  in  den  Sitzungsberichten  der  philosophisch-historischen
Classe  der  kaiserlichen  Akademie  der  Wissenschaften  vom
Jänner  1862.  Er  kennzeichnet  darin  S.  47  den  Stand  der
Sache  folgendermassen:  Glaubte  ich  bei  Veröffentlichung  des
Textes  des  Deutschspiegels  (Vorwort  IX.)  darauf  liinweisen  zu
sollen,  wie  dringend  nun  das  Bediirfniss  nach  einer  genügenderen ­
  Herausgabe  des  Schwabenspiegels  geworden  sei,  so  ist  es
natürlich,  dass  diesem  Bedürfnisse  bei  der  Kürze  der  Zeit  bisher ­
  noch  nicht  genügt  wurde;  aber  es  ist  mir  auch  nicht
bekannt  geworden,  dass  die  Lösung  der  Aufgabe  irgendwo
bestimmter  ins  Auge  gefasst  worden  wäre:  und  es  ist  das  erklärlich; ­
  so  schön  und  lohnend  die  Aufgabe,  mit  so  grossen
Schwierigkeiten  ist  sie  verknüpft,  Schwierigkeiten,  welchen  der
Einzelne  selbst  unter  den  günstigsten  Verhältnissen  kaum  gewachsen ­
  sein  dürfte,  welche  die  Lösung  vielleicht  noch  in
weite  Ferne  stellen,  wenn  nicht  etwa  gelehrte  Körperschaften
oder  sonstige  Gönner,  welchen  die  Mittel  zur  Förderung  solcher ­
  Bestrebungen  zu  Gebote  stehen,  sich  ihrer  annehmen  sollten.
Aber  auch  gerade  über  den  Punkt,  um  welchen  es  sich  hauptsächlich ­
  bei  dem  gedeihlichen  Fortschreiten  der  Forschung
über  den  sogenannten  Schwabenspiegel  handelte  und  handelt,
spricht  eben  wieder  Ficker  sich  am  berührten  Orte  S.  22  deutlich ­
  genug  aus.  Nichts  wird  —  äussert  er  sich  da  —  die  Forschung ­
  auf  diesem  Gebiete  mehr  fördern  können,  als  eingehende
Untersuchung  einzelner  bisher  ungenügend  bekannter  Handschriften ­
  und  Feststellung  ihrer  Verwandtschaftsverhältnisse  zu
anderen  Handschriften,  in  Vergleichung  mit  dem.  im  Deutschenspiegel ­
  vorgezeichneten  Urtexte;  die  Gruppen  werden  sich  dadurch ­
  schärfer  scheiden,  es  wird  sich  ergeben,  welchen  Handschriften ­
  in  den  einzelnen  Gruppen  wegen  ihrer  grösseren
Annäherung  an  den  Urtext  besonderes  Ansehen  beizulegen
            
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