Berichte über Handschriften des sog. Schwabenspiegels.
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vom Bruder Oswald von Anhausen an der Brenz imi die Mitte
des vierzehnten Jahrhunderts gefertigten lateinischen Uebersetzung
des sogenannten Schwabenspiegels; Geheimrath Dr.
Pertz in einem in der philosophisch - historischen Classe der
Akademie der Wissenschaften zu Berlin am 4. Februar 1850
gehaltenen Vorträge den wichtigen aus dem Einbande einer
Ausgabe der Opuscula des Felix Hemmerlin abgelösten, jetzt
sogenannten Berliner Bruchstücken; Prof. Dr. Gengier im Jahre
1854 im Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit Sp. 87/88,
114—120, 143/144 der plassenburger Handschrift im Archive
zu Bamberg. So gering auch verhältnissmässig die Zahl von
dergleichen Einzeluntersuchungen gewesen, dennoch war Professor
Dr. Ficker, dem die Förderung des Schwabenspiegelwerkes
so unendlich viel verdankt, mit Hilfe des auf der Universitätsbibliothek
zu Innsbruck an den Tag getretenen Spiegels der deutschen
Leute bei der diesem Forscher eigenen umsichtigen Benützung
des damals vorliegenden Stoffes am Beginne des Jahres
1857 im Stande, die bis dorthin gangbar gewesene Ansicht
bezüglich der Entwicklung des sogenannten Schwabenspiegels
und des Verhältnisses seiner zum Theile so überaus von einander
abweichenden Gestalten in einer Weise namentlich mit Rücksicht
auf das der früheren Annahme geradezu entgegenlaufende
Ausgehen von den volleren Formen des Rechtsbuches umzustossen,
dass derjenige Gelehrte, welcher mehr als alle anderen
auf diesem Gebiete ein Heiinathsrecht zu beanspruchen hatte,
dass Professor Dr. Homeyer noch in demselben Jahre keinen
Anstand nahm, zu Gunsten der neuen Genealogie seine kurz vorher
in den deutschen Rechtsbüchern des Mittelalters und ihren
Handschriften S. 40—47 veröffentlichte Aufstellung in der
Sitzung der philosophisch-historischen Classe der Akademie der
Wissenschaften zu Berlin am 14. December eben des Jahres
1857 im grossen Ganzen fallen zu lassen. Konnte es bei solchem
Stande der Sache nicht Jen Anschein haben, als ob,
nachdem insbesondere Ficker selbst den Text des Deutschenspiegels
im Jahre 1859 der Oeffentlichkeit übergeben hatte,
fortan eine rege Betheiligung für die Arbeiten an dem sogenannten
Schwabenspiegel hätte entstehen dürfen? Ein gewisser
Anlauf hiezu ist nicht zu verkennen. Hofrath Dr. Zöpfl machte
im Jahre 1800 in seinen Alterthümern des deutschen Reichs