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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

lieber  die  Schriften  des  Kaisers  des  Wen-tscliang.

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Der  Leichnam  wurde  zur  Schau  gestellt  in  der  Strasse  des
Verkehrs.  Man  peinigte  seine  Seele  in  der  Hölle  von  Fung-tu.
Fr  wurde  belastet  mit  der  Schuld  von  zehntausend  Entführungen. ­
  Man  liess  ihn  Tag  und  Nacht  nicht  los.  Ferner
umgab  mau  Lien-tschin  dreimal  mit  dem  Feuer  des  Donners
und  verbrannte  sie  dreimal.  Man  liess  sie  nicht  sterben.  Man
schrieb  auf  ihren  Kücken  in  grosser  Schrift:  ln  Ausgelassenheit ­
  ähnlich  den  wunderlichen  wilden  Thieren.  —  Sie  trachtete
zu  leben,  aber  konnte  es  nicht.  Sie  trachtete  zu  sterben,  aber
konnte  es  nicht.  So  dauerte  es  drei  Jahre.  Dann  hiess  man
sie  in  die  Hölle  treten  und  mit  Schuld  belastet  sein.  Sie
betrat  als  Gefährtin  den  Weg  der  Vögel  und  wilden  Thiere.
Der  Mann  und  die  Gattin  wussten  davon.  Weil  ihnen  das
Thor  des  Gemaches  nicht  heilig,  verringerte  man  einem  Jeden
die  Lebensdauer  um  ein  Jahr.  Sie  starben  an  einer  bösen
Krankheit.  Die  Muhme  Lien-tschin’s  war  eine  Mittelsperson
und  wusste  es.  Sie  empfing  heimlich  zweihundert  Schnüre
Geldes.  Ein  heftiger  Sturm  zerfleischte  ihr  die  Augen  und
durchschnitt  ihr  die  Nase.  Tag  und  Nacht  sagte  sie  von  sich:
Ich  nahm  Theil  an  der  gemeinsamen  Ausgelassenheit.  Ich  bin
ähnlich  einem  wunderlichen  wilden  Thiere.  Ich  bewirkte,  dass
es  mit  mir  so  weit  kam.  Weil  der  Grund  des  Kia-lan  (Tempels)
versäumt  hatte,  es  zu  melden,  wurde  er  ebenfalls  festgenommen
und  gebunden  in  dem  Sammelhause  des  Gefängnisses.  Er
empfing  täglich  Peitschenhiebe.  Er  wurde  zurechtgestellt  durch
schwere  Busse.
Die  schwarze  Luft  hat  vierundzwanzig  Wege.  Ein  Weg
unter  ihnen  ist  die  Unzucht  und  Unreinheit  der  Bonzen.  Sie
beschmutzt  und  vernachlässigt  die  Sache  des  höchsten  Wahren.
Ein  Weg  ist  es,  wenn  Menschen  des  Zeitalters  die  Knaben
und  Mädchen,  die  sie  erzeugt  haben,  tödten.  Die  Luft  des
Zwingens  zum  Geständnisse  bewegt  den  Himmel.  Die  anderen
sind  solche,  auf  denen  Verbrechen  und  böse  Thaten  sich
häufen.
In  den  Hauptstädten  und  grossen  Städten,  mit  denen  man
jetzt  verkehrt,  gibt  es  Häuser,  welche  die  Gebräuche  zernichten.
Einige  sind  sehr  nahe  Verwandte,  andere  sind  Genossen  des
Stammhauses.  Diejenigen,  die  bereits  aus  dem  Hause  getreten,
gehen  hin  und  kommen  in  die  besonderen  Häuser.  Männer
            
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