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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r.

Viertes  Capitel.  Die  tägliche  Beschäftigung.
Der  wahre  Gebieter  sagt:  Die  gegenwärtigen  Menschen
sind  schädlich,  böse,  verderblich  und  hinterlistig.  Sie  erlügen
künstlich  das  Ungewöhnliche.  Es  ist  schwer,  auf  die  Namen
zu  deuten.  Ich  zeige  vorläufig  ein  oder  zwei  Dinge  zur  Ermahnung ­
  und  Warnung.
%  m  i  Wang-yung-sien  hatte  in  seinem  Hause
Waaren  im  Werthe  von  hundert  Zehntausenden.  Er  stellte
zweierlei  Nössel  auf:  grosse  und  kleine,  zweierlei  Gewichte,
grosse  und  kleine.  Die  verglichenen  Masse  gingen  aus  und
ein.  Er  betrog  damit  und  stürzte  in  Gruben  die  Menschen.
Er  trieb  cs  nur  bis  zum  zehnten  Jahre.  Er  gerieth  in  Unglück ­
  und  wurde  gestraft.  Die  Güter  des  Hauses  wurden  zersplittert ­
  und  zerstreut.  Seine  Söhne  und  Enkel  gingen  betteln.
M  13  %  Wen-schao-tsu  aus  dem  Districte  Fö-tsing
in  Fö-tscheu  berieth  mit  dem  Herrn  von  dem  Geschleckte
Tsai  die  nahe  Verwandtschaft.  Er  hatte  bereits  nach  dem
Namen  gefragt,  als  die  Tochter  von  dom  Gesclilechte  Tsai  an
dem  Kopfschwindel  erkrankte.  Schao-tsu  wollte  die  Sache  ändern. ­
  Die  Gattin  des  Mannes  von  dem  Geschlcchte  Tsai  ward
sehr  zornig  und  sagte:  Ich  habe  ein  Kind  und  soll  eben  bewirken, ­
  dass  es  der  Ordnung  des  Himmels  gehorcht.  Es  ist
von  selbst  schon  lange  erwachsen.  Die  Gebräuche  stören,  die
Billigkeit  verletzen,  dieses  heisst:  das  Unglück  beschleunigen.
—  Sie  stellte  Schao-tsu  scharf  zur  Rede.  Dieser  heiratete  sofort ­
  die  Tochter  von  dem  Geschlcchte  Tsai  und  zog  nach
Hause.  Im  nächsten  Jahre  stieg  der  Sohn  Schao-tsu’s  zu  einer
Stufe  empor  und  auch  der  Kopfschwindel  der  Tochter  von  dem
Geschlcchte  Tsai  wurde  geheilt.  Sie  gebar  zwei  Söhne,  die  zu
Stufen  emporstiegen.
5m  TU  'fäF  Ho-yuen-yi  berieth  mit  Tschaoming-fu
  wegen  der  Heirath.  Es  war  bereits  bestimmt,  als  die
Tochter  von  dem  Geschleckte  Tschao  das  Augenlicht  verlor.
Das  Haus  rieth  zu  einer  ruhigen  Ansiedlung.  Yuen-yi  änderte
die  nahe  Verwandtschaft  und  heirathete  eine  Tochter  £  ?  m
Tan-tse-wen  s.  Im  nächsten  Jahre  verloren  er  und  sein  Sohn
daf  Augenlicht.  Die  Tochter  von  dem  Geschlechte  Tschao
vermalte  sich  mit  dem  vorzüglichen  Manne  Sehe-
            
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