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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

lieber  die  Schriften  den  Kaiser«  des  Wen-tschang.

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ig  Li-khiung  aus  Meu-tscheu  setzte  seinen  Vater
zurück  und  trachtete  übermässig  nach  Wein  und  Vergnügen.
Nach  zwei  Jahren  liess  er  seine  Mutter  aufgebahrt  zurück.
Nach  fünf  Jahren  wurde  er  von  dem  Donner  getroffen  und
verbrannte.
Die  Tochter  des  Geschlechtes  Li  aus  Hoei-tscheu

führte  den  Namen  3
dem  ältetesten  Sohne

Schen-yü.  Sie  vermalte  sich  mit

Sche-yuen-schcn’s.  Derselbe

7t

war  dreissig  Jahre  alt,  sie  selbst  achtzehn.  Sie  widmete  ihre
Dienste  den  Schwiegereltern  mit  äusserster  Aelternliebe.  Das
Haus  war  arm.  Obgleich  sie  selbst  Hunger  und  Kälte  litt,
wagte  sie  es  niemals,  die  Speisen  und  Getränke  zu  kosten
oder  zu  verzehren,  sondern  reichte  sie  den  Schwiegerältern.
Die  Schwiegerältern  erkrankten  schwer.  Das  Haus  war  arm,
sie  war  nicht  im  Stande  einen  Arzt  herbeizurufen.  Sie  betete
und  meldete  es  dom  Himmel  und  der  Erde.  Sie  hatte  den
Wunsch,  ihren  Leib  an  die  Stelle  desjenigen  der  Schwiegerältern ­
  zu  setzen.  Da  traf  cs  sich,  dass  die  drei  Obrigkeiten
umherzogen  und  untersuchten.  In  der  Himmelsfeste  hörte  man
dieses.  Man  meldete  es  und  brachte  es  zu  Ohren.
Der  Edelsteinkaiser  nahm  in  Empfang  den  höchsten
Willen.  Dieser  war,  dass  man  zu  der  Lebensdauer  der
Schwiegerältern  ein  Jahr  hinzufüge,  dabei  achtzigmal  zehntausend ­
  Stücke  Geldes  zum  Geschenk  mache  und  den  Namen
in  die  Schrifttafeln  des  Glückes  eintrage.  Den  zwei  Söhnen
verlieh  man  einen  Rang  und  ein  Amt.  Ein  Jahr  später  war
eines  Morgens  das  Thor  noch  nicht  geöffnet.  Da  sah  man  in
dem  Saale  Gold  und  Silber.  Die  ganze  Halle  war  verändert.
Man  erlangte  wirklich  achtzigmal  zehntausend  Stücke  Geldes.
In  der  Nachbarschaft  wohnte  eine  Tochter  von  dem  Geschlechte

|||;  Thsin.  Dieselbe  war  zwanzig  Jahre  alt.  Sie  verliess  sich
auf  ihre  lange  Zunge  und  stiess  die  Schwiegerältern.  Die
Tochter  von  dem  Geschlechte  Li  ermahnte  sie  einst,  aber
wurde  nicht  gehört.  An  dem  Tage,  an  welchem  die  Tochter
des  Geschlechtes  Li  das  Geld  erhielt,  wurde  die  Tochter  des
Geschlechtes  Thsin  von  dem  Feuer  des  Donners  verbrannt.
Die  Vergeltung  des  Guten  und  Bösen  ist  sonnenklar  und  ehrfurchtgebietend. ­

            
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