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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

Ueber  die  Schriften  des  Kaisers  des  Wen-tschang.

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zertheilen  wollen  und  ist  desswegen  verdorrt.  Der  Mensch  ist
nicht  gleich  dem  Baume.  In  Folge  dessen  zerlegen  wir  den
Strauch  nicht  mehr.  —  Der  Strauch  hatte  in  dem  Augenblicke
Bliithen  und  Blätterfülle.  Die  Brüder  waren  davon  bewegt
und  vereinigten  die  Güter  und  Kostbarkeiten.  Sie  waren
hierauf  das  Thor  der  Aelternliebe.
Das  Buch  der  südlichen  Tsi:  Lieu-hien  rief  in  der  Nacht
seinen  jüngeren  Bruder  Tsin.  Dieser  antwortete  nicht  und
kam  nicht.  Er  stieg  vom  Bette  herab  und  zog  die  Kleider
schleunigst  an.  Dann  erst  antwortete  er.  Hien  wunderte  sich
über  dessen  Langsamkeit.  Tsin  sprach:  Als  ich  mich  hinwandte, ­
  um  zu  kommen,  war  der  Gürtel  noch  nicht  festgebunden. ­
  Desswegen  wagte  ich  es  nicht  zu  antworten.
Die  Ueberlieferungen  von  dem  Hause  Khung-yung’s:  Yung
war  von  sieben  Brüdern  der  sechste.  Als  er  vier  Jahre  alt
war,  ass  er  mit  seinen  älteren  Brüdern  gemeinschaftlich  Birnen.
Plötzlich  zog  er  den  Kleinsten  herbei.  Der  Grösste  fragte  ihn
um  die  Ursache.  Jener  antwortete:  Ein  kleines  Kind  soll  nach
der  Vorschrift  ein  Kleines  zu  sich  nehmen.  —  Das  Stammhaus
und  die  Seitengeschlechter  staunten  desswegen  über  ihn.

,Sei  treu  dem  Freunde/
Das  Gedicht  Kö-pö’s  an  Wen-khiao:  Was  deinen  Geruch
und  Geschmack  betrifft,  es  ist  verschiedenes  Moos  auf  der
nämlichen  Berghöhe.
Das  Geschlechtsalter  und  Haus  von  U  in  dem  Sse-ki:
Der  Landesherr  von  Siü  liebte  das  Schwert  Ki-tschä’s.  Er
wagte  nicht,  dieses  auszusprechen.  Tschä  wusste  dieses  im
Herzen.  Er  wurde  als  Gesandter  in  die  oberen  Reiche  geschickt ­
  und  hatte  es  ihm  noch  nicht  geschenkt.  Auf  dem
Rückwege  gelangte  er  nach  Siü.  Der  Landesherr  von  Siü
war  bereits  gestorben.  Tschä  löste  jetzt  sein  kostbares  Schwert,
band  es  an  einen  Baum  auf  dem  Grabhügel  des  Landesherrn
von  Siü  und  entfernte  sich.  Dabei  sprach  er:  Anfänglich  hatte
es  mein  Herz  ihm  zugestanden.  Sollte  ich,  weil  er  gestorben,
meinem  Herzen  untreu  werden  ?
Das  Buch  der  Han:  Siao-yö  und  Tschü-pö  waren  Freunde.
Sie  waren  als  solche  in  dem  Zeitalter  bekannt.  Später  entstand  zwischen ­
  ihnen  einZerwürfniss.  Sie  konnten  kein  gutes  Ende  nehmen.
            
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