Ueber die Schriften des Kaisers des Wen-tschang.
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zertheilen wollen und ist desswegen verdorrt. Der Mensch ist
nicht gleich dem Baume. In Folge dessen zerlegen wir den
Strauch nicht mehr. — Der Strauch hatte in dem Augenblicke
Bliithen und Blätterfülle. Die Brüder waren davon bewegt
und vereinigten die Güter und Kostbarkeiten. Sie waren
hierauf das Thor der Aelternliebe.
Das Buch der südlichen Tsi: Lieu-hien rief in der Nacht
seinen jüngeren Bruder Tsin. Dieser antwortete nicht und
kam nicht. Er stieg vom Bette herab und zog die Kleider
schleunigst an. Dann erst antwortete er. Hien wunderte sich
über dessen Langsamkeit. Tsin sprach: Als ich mich hinwandte,
um zu kommen, war der Gürtel noch nicht festgebunden.
Desswegen wagte ich es nicht zu antworten.
Die Ueberlieferungen von dem Hause Khung-yung’s: Yung
war von sieben Brüdern der sechste. Als er vier Jahre alt
war, ass er mit seinen älteren Brüdern gemeinschaftlich Birnen.
Plötzlich zog er den Kleinsten herbei. Der Grösste fragte ihn
um die Ursache. Jener antwortete: Ein kleines Kind soll nach
der Vorschrift ein Kleines zu sich nehmen. — Das Stammhaus
und die Seitengeschlechter staunten desswegen über ihn.
,Sei treu dem Freunde/
Das Gedicht Kö-pö’s an Wen-khiao: Was deinen Geruch
und Geschmack betrifft, es ist verschiedenes Moos auf der
nämlichen Berghöhe.
Das Geschlechtsalter und Haus von U in dem Sse-ki:
Der Landesherr von Siü liebte das Schwert Ki-tschä’s. Er
wagte nicht, dieses auszusprechen. Tschä wusste dieses im
Herzen. Er wurde als Gesandter in die oberen Reiche geschickt
und hatte es ihm noch nicht geschenkt. Auf dem
Rückwege gelangte er nach Siü. Der Landesherr von Siü
war bereits gestorben. Tschä löste jetzt sein kostbares Schwert,
band es an einen Baum auf dem Grabhügel des Landesherrn
von Siü und entfernte sich. Dabei sprach er: Anfänglich hatte
es mein Herz ihm zugestanden. Sollte ich, weil er gestorben,
meinem Herzen untreu werden ?
Das Buch der Han: Siao-yö und Tschü-pö waren Freunde.
Sie waren als solche in dem Zeitalter bekannt. Später entstand zwischen
ihnen einZerwürfniss. Sie konnten kein gutes Ende nehmen.