Pfizinaier. Ueber die Schriften des Kaisers des Wen-tscliang.
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Ueber die Schriften des Kaisers des Wen-tscliang.
Von
T)r. A. Pfizmaier,
wirkl. Mitglied der k. Akademie der Wissenschaften.
-Ebner Anzahl taoistisclier in hohem Anselien stehender
Schriften wird der Name # i 3t Wen-tsehang-ti-kiün
;der Gebieter, der Kaiser des Wen-tscliang', als derjenige des
Verfassers vorgesetzt. Das Leben dieses Mannes, dessen eigentlicher
Name in keiner der benützten Quellen genannt wird,
scheint in tiefes Dunkel gehüllt zu sein. Die Bekenner der
Taolehre geben an, dass er zu den Zeiten des Königs Wu
von Tscheu geboren wurde, durch siebzehn Geschleehtsalter,
d. i. unter siebzehn ‘Königen ein grosser Würdenträger gewesen,
hierauf zu dem Himmel gestiegen und bald wieder auf
die Erde zurückgekommen sei. Das Herrscherhaus der späteren
Sung verlieh ihm (1194 n. Chr.) ein Lehen und den Titel
eines Kaisers des Sternbildes Wen-tscliang. Offenbar wird angenommen,
dass die oben erwähnten Schriften von ihm nach
seinem zweiten Erscheinen in der Welt verfasst wurden, da in
ihnen häufig von dem gegenwärtigen Zeitalter und von neueren
Dingen, namentlich Buddhismus die Rede ist. So lange nicht
andere Nachrichten vorliegen, ist es übrigens fraglich, ob das
Wirken des mit dem Namen des Kaisers des Wen-tscliang bezeichneten
Mannes nicht vielleicht dem Mythus angehört. Das
m dem Zeitalter der späteren Sung veröffentlichte Tai-pingyü-lan,
in welchem zahlreiche Auseinandersetzungen über Taolehre
Vorkommen, sagt von ihm nichts. In seinen Schriften
zeigt sich Wen-tscliang als Bevollmächtigter höherer Gewalten.