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Werner.
Fusse, in Fingern und Zehen sein. Wer aber hat je sein Erkennen
und Verstehen seinen Fingern und Zehen beigeleg-t?
Also ist es in ihm nicht als Ganzem, sondern muss einem bestimmten
Theile des Ganzen specifisch eignen. Soll dieser
Theil ein Theil vom Körper sein, so erscheint abermals die
schon abgewiesene Widersinnigkeit, dass entweder Hand oder
Fuss, oder sonst ein Glied an ihm denke und verstehe. Also
muss dasjenige, dem als solchem das Denken und Verstehen
zukommt, etwas vom Leibe Verschiedenes, Unkörperliches sein.
Fragen wir uns, was wir von dieser einen heutigen Leser
ziemlich seltsam anmuthenden Einleitung und Grundlegung der
psychologischen Erörterungen Wilhelms in methodischer und
sachlicher Hinsicht zu halten haben. Wir werden uns in beiderlei
Hinsicht die grosse Unvollkommenheit derselben nicht
verhehlen dürfen. Nicht in methodicher Hinsicht; denn wenn
es zum Begriffe der Seele gehört, den Menschen zum Menschen
zu machen, so ist es ja völlig überflüssig, beweisen zu wollen,
dass der Mensch eine Seele habe, weil dies nichts anderes
heisst, als beweisen wollen, dass der Mensch wirklich Mensch
sei. Es ist aber weiter auch die Frage, ob durch die vorstehende
Ausführung jener Begriff der Seele erwiesen sei, dessen
Erweisung Wilhelm sich im Voraus zum Zwecke setzte. Freilich,
wenn Alles, was ausser der crassen Stofflichheit als solcher
an und im Menschen ist, Seele ist oder zur Seele in unlöslicher
wesentlichster Beziehung steht, so ist durch das Gesagte
erwiesen, nicht nur, dass der Mensch eine Seele habe, sondern
auch, dass sie sowohl Lebensprincip des stofflichen Leibesgebildes,
als auch Denk- und Willensprincip im lebendigen Menschen
sei. Dass sie aber diess Alles als eine vom stofflichen
Leibesgebilde wesenhaft verschiedene unstoffliche Realität sei,
ist nicht erwiesen; und für Wilhelm erzeugt sich der Schein,
es bewiesen zu haben, nur durch die höchst rohe Fassung des
Leibes als blosser Stoffmasse, als blossen Körpers, was auch der
Stein und der Metallklump ist. Dass der menschliche Leib
schon als organisches Gebilde etwas Mehreres, denn eine blosse
Stoffmasse sein müsse, ist ein ihm, und wohl überhaupt seinem
Zeitalter fremder Gedanke; er weiss wohl, dass die organischen
Gebilde belebt seien, nicht aber, dass das Organische seinem
Begriffe nach das Lebendige sei. Ihm hat das Organische einzig