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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

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tirten  Kreise.  Es  stammt  aus  dem  Besitze  des  Architekten
Hansen,  kann  also  auch  sehr  wohl  aus  Athen  sein.
Den  Bericht  1  über  die  Entdeckung  einer  grossen  Anzahl
von  Vasen  derselben  Classe  nahe  am  Dipylon  zu  Athen  will
ich  nicht  nach  Hirschfeld  liier  vollständig  wiederholen,  wohl
aber  Einzelnes  aus  ihm  herausheben.  Bemerkenswerth  ist  schon
die  grosse  Menge  der  Gefässe;  allein  80  besser  erhaltene  Stücke
zilldt  Hirschfeld  auf.  Bemerkenswerth  ist  ferner  als  weitere
Bestätigung  der  Annahme  sehr  hohen  Alters  für  diese  Gefässe,
dass  dieselben  in  Athen  in  der  untersten  von  mehren  Gräberschichten ­
  gefunden  wurden,  bemerkenswert!!  auch,  dass  kein
Fund  mit  ihnen  unmittelbar  zusammen  befindlicher  Vasen  späteren ­
  Stils  constatirt  werden  konnte.  Mit  ihnen  gefunden
wurden  dagegen  einzelne  Gegenstände  von  Bronze,  von  Silber,
von  Gold;  von  Silber  eine  Fibula,  deren  Form  man  genauer
kennen  möchte.  Hirschfeld  stellt  mit  Hinzufügung  sehr  ausführlicher ­
  und  dadurch  um  so  dankenswerterer  Beschreibungen
fest,  dass  die  neugefundenen  Exemplare,  der  Anzahl  nach  mehre
als  ich  gekannt  hatte,  durchaus  dieselben  stilistischen  Eigentümlichkeiten, ­
  die  ich  nachweisen  konnte,  wiederholen,  wodurch ­
  die  aufgestellten  Regeln,  namentlich  auch  die  des  Fehlens
des  Pflanzenornaments,  erheblich  au  Sicherheit  gewinnen.  Am
Boden  eines  einzigen  Gefässes  nur  (n.  71)  beschreibt  Hirschfeld ­
  ein  aus  scheinbaren  Blättern  zusammengesetztes  Sternornament; ­
  die  beigegebene  Abbildung  zeigt,  dass,  wenn  wirklich ­
  Blätter  gemeint  sind,  diese  denen  der  Rosettenornamente
orientalisirender  Vasen  jedenfalls  nicht  gleichen.  2
Ein  ganz  Neues  in  der  Ornamentik  bieten  aber  einzelne
1  Annali  dell’  inst,  di  corr.  arcli.  1872,  S.  131  ff.  tavola  d’agg.  I  u.  K.
Mon.  in.  dell’  inst.  vol.  TX.  tav.  XXXIX.  XL.  Der  mitgefundene
Schädel  (S.  135)  ist  jetzt  von  Virchow  publicirt  und  besprochen  (Zeitschrift ­
  für  Ethnologie  1872  S.  147  ff.).  Hierauf  macht  mich  Hirschfeld
in  brieflicher  Mittheilung  aufmerksam,  welcher  ich  auch  die  Kenntniss
inzwischen  wiederum  neu  gemachter,  in  das  hier  behandelte  Thema  einschlagender ­
  Funde  verdanke.  Mit  der  Veröffentlichung  dieser  Nachrichten
will  ich  Hirschfeld  nicht  vorgreifen.
2  Auch  Bursian  (literar.  Centralblatt  1871,  S.  591)  wollte  in  sternförmigen
Figuren  Blumennachbildungen  erkennen;  mir  erscheint  das  unerweislich
und  unwahrscheinlich.  Es  ist  eine  der  in  der  Technik  des  Webens  und
Flechtens  überall  entstehenden  Formen.
            
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