Zur Geschieht« der Anfänge griechischer Kunst.
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S. 530 (S. 26 des Separatabdrucks) hingewiesen, indem ich
sagte und nur mit ein paar herausgegriffenen Beispielen vorläufig
belegte, dass sich diese hochalterthümliche Kunstweise
in Italien ebenfalls voraussetzen, ja in bestimmten Spuren verfolgen
lasse. Darauf aufmerksam gemacht ist mit allerlei
Variationen der Schlussfolgerung übrigens schon von verschiedenen
Seiten. Ich werde später etwas ausführlicher darlegen,
wie hier in der That ein besonders wichtiger Punkt meiner
ganzen Differenz mit Lindenschmit liegt. Wer aber der Untersuchung
bis hierher gefolgt ist, wird auch jetzt schon vermuthlich
ohne Weiteres einsehen, dass ich das Vorkommen desselben
hochalterthündichon Stils in Italien bei Etruskern und
Nichtetruskern ganz ebenso auffassen muss, wie sein Vorkommen
in Griechenland auf der in der vorigen Abhandlung nachgewiesenen
Classe ältester Thongefässe. Auch Italien theilte ursprünglich
diesen Stil wie Griechenland mit dem ganzeu übrigen
Europa; auch in Italien wich er der vorderasiatischen, dann
dem nach Anregung von Vorderasien aus eigenfhümlieh gestalteten
griechischen Einflüsse.
Der Polemik mag hiermit Genüge geleistet sein. Ich wende
mich nunmehr zu dem inzwischen durch eine Ausgrabung in Athen
und deren wissenschaftliche Verwerthung- von Seiten Gustav
Hirschfelds uns neu geschenkten Zuwachse an Thongefässen der
pelasgisehen, indogermanischen oder, wenn man will, alteuropäischen
Glasse. Es ist ein Uebelstand, dass es so schwer ist, eine
unzweideutige Benennung zu finden. Ich kannte nur einige sechzig
Gefässe dieser Classe, denen ich jetzt noch zwei in der Kopenhagener
Antikensammlung, 1 die aber nichts Neues zeigen, hinzufügen
könnte. Das eine (bez. AB c 1007) ist ein einhenkliges
Giessgefäss wie Taf. V, 3 meiner ersten Abhandlung und zeigt
ausser den gewöhnlichen Linearornameuten am Halse ein Pferd.
Es stammt aus Athen. Das zweite (Kat. n. 6) stimmt in der Form
annähernd mit Taf. V, l a meiner Abhandlung überein, hat von
den gewöhnlichen Ornamenten die Reihe durch schlüge Linien
verbundener Kreise, am Halse aber drei Mal den einer Gans
ähnlichen Vogel, dazu einmal das Hakenkreuz in einem punk-1
Audi in der Kopenhagener Sammlung sind diese Gefässe, so wie ich sie
behandelt habe, als eine besondere Classe bereits bei der vermuthlich
nicht erst jetzt gemachten Aufstellung behandelt.