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Stil gebrauche, so lasse ich damit ausdrücklicher als bisher es
dahingestellt sein, ob er geographisch noch weiter zu verfolgen
ist, nur das als den Cardinalpunkt festhaltend, dass dieser
Stil positiv und negativ, so wie ich ihn bis zu einem gewissen
Grade wenigstens kenntlich charakterisirt habe, verschieden
war von jenem, welcher bereits im vierten Jahrtausend in
Aegypten, mindestens im zweiten ebenfalls vor unserer Zeitrechnung
in Vorderasien, besonders im Euphrat- und Tigrislande
sich ausgebildet hatte. Hieraus ergibt sich weiter und
ich will nicht unterlassen, es jetzt ausdrücklicher als bisher
hervorzuheben, dass dasjenige, was ich für ein jedes dieser
beiden grossen völkergeschichtlichen Gebiete als einen Stil in
der Kunstübung bezeichne, richtiger als eine Gruppe, eine Familie
von unter sich sogar so stark, wie z. B. der ägyptische
und assyrische, wieder unterschiedenen Stilen zu fassen ist,
als Etwas, das also dem grossen Ganzen eines Sprachstammes,
in dem es wieder einzelne Sprachen gibt, entspricht.
So weit meine Kenntniss reicht, sind sämmtliehe alteuropäische
Kunstweisen, ist also diese ganze Stilgruppe niemals
über einen aus der Technik der Weberei, Flechterei, ferner
der Metallarbeit und zwar des Treibens in Metallblechen hervorgehenden
Formenvorrath mit Hinzunahme nur einer sehr
primitiven Nachahmung von lebendigen Gestalten, namentlich
bestimmter Thiere, wie wir sehen werden, aber auch Menschen,
also lebendig sich bewegender und so das Auge besonders leicht
beschäftigender und die Nachbildung anregender Gestalten
hinausgekommen und auch auf die Stilisirung dieser lebendigen
Formen hat das technische Verfahren einen weitgehenden Einfluss
geübt; so gut wie vollkommen unverwerthet aber blieb
dabei die im ersten Anfänge zur Nachahmung offenbar nicht
so wie die lebendigen animalischen Bildungen anreizende
Pflanzenwelt. Dem gegenüber ist in der vorderasiatischägyptischen
Stilgruppe, so weit wir zurücksehen können, bereits
eine viel höhere Entwicklungsstufe erreicht, auf der die Kunstform
nicht mehr so fast ausschliesslich von der technischen
Procedur und zwar von einigen wenigen, nämlich zwei Arten
technischer Procedur abhängig ist, wo die Nachahmung lebendiger
Form sich zu einer ganz andern Meisterschaft erhoben
hat und dann als Ergebniss einer offenbar langen unserem