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C o n z e.
Vasen in ihrer eigenthümlichen Ornamentik, um es jetzt einmal,
nicht ohne Absicht, etwas allgemein, aber doch kurz so
zu nennen, alteuropäisch seien. Zur Erläuterung dieses zweiten
Punktes kann man auch sagen, dass etwa dieselbe Bedeutung,
welche für das Verständniss der sogenannten orientalisirenden
griechischen Vasen und damit einer ganzen Epoche der griechischen
Kunst anerkanntermassen assyrische und denen verwandte
vorderasiatische Bildwerke haben, für das Verständniss
dieser noch älteren Vasen und damit wiederum einer ganzen
Epoche der griechischen Cultur und Kunst, beispielsweise die
dänischen Fundstücke aus der sogenannten jüngeren Bronzezeit
und alle diesen verwandte Kunstarbeiten beanspruchen
müssen. Hat sich nun längst unzweifelhaft ergeben, dass in
den sogenannten orientalisirenden Vasen uns Hauptbelege für
den auch sonst freilich genugsam festgestellten, eine Zeit lang
überwältigend starken Einfluss vorderasiatischer Weise auf
griechische Kunst vorliegen, so stellte sich mir in der Ornamentik
der noch älteren Burgonschen Vasen ein Ausfluss der
Kunstweise dar, über welche die Völker von ganz Europa nie
hinausgekommen sind, bevor sie durch Einwirkung vom mittelländischen
Meere aus nach und nach auf eine neue Culturstufe
gebracht und mit einer neuen Welt von Kunstformen beschenkt
wurden, ein geschichtlicher Process, der erst mit der Romanisirung
und Christianisirung der Hauptsache nach zum Abschlüsse
kam. Ich musste in der Ornamentik der besprochenen
Vasenclasse eine sehr bestimmt beschränkte, aber auch in
sehr bestimmter Weise durchgebildete Formensprache, einen
Kunststil sehen, dessen - die Einwohner Griechenlands mächtig
waren, ehe sie in ihrer Cultur und Kunst in diejenige Abhängigkeit
von Vorderasien geriethen, mit deren Nachweise die griechische
Kunstgeschichte in unserm Jahrhundert einen so grossen
Fortschritt gemacht hat, zugleich aber auch den Kunststil, den
die Griechen von ihrer Einwanderung her mit ihren indogermanischen
Verwandten in Europa theilten, den sie wenigstens
in grossen Hauptzügen fixirt bei ihrer Einwanderung in die
Balkanhalbinsel und in ihre übrigen Sitze am Mittelmeere bereits
mitbrachten. Dass eine vorherrschende Formeigenthümliclikeit
dieses Stils, die lineare, gradlinige und eckige Zeichnung,
auf Ursprung aus der Technik der Weberei und der