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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

Bericht  über  Weistliümer-Forschungen.

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Vaschanngtag,  darczu  sol  der  vogt,  als  die  herrschafft  Klingenberg, ­
  ainen  Richter  vnnd  ain  sclireiber  gen  Abwinden  schiclchen,
daselb  Tliäting  zu  halten,  dennen  sein  die  Abwinden  Essen
vnnd  Trinclchen  oder  vier  Schilling  Phenning,  vnd  dem  Richter
So  das  Thäting  besiczt  Zwenunddreissig,  vnd  dem  Schreiber
Neununddreissig  Pfenning  zuraichen  schuldig.
(Bl.  2“  des  Urbars  von  Münzbach:)
Die  gemelten  zu  Milnspach  haben  auch  macht  zu  yeden  pantading
  aim  (1.  ain)  Richter  ain  (1.  ahn)  herrn  antzuzaigen:  Souer
er  im  dan  gefehlt,  so  bestet  in  der  herr  den  selben,  vnnd  in
Suma  10er  ain  herrn  zw  aim  Richter  zio  Miln  spach  gefeldt,
des  miessen  sy  annemen.
(Bl.  2?:)
In  dem  vorgemelten  Marchht  Milnspach  besitzt  mann  Jerlich
drew  mall  das  pantading,  Nämlich  des  Nächsten  tag  zu;  sandt
Georgen  tag,  zum  anndern  des  Nächsten  tag  nach  Sandt  Larenntzen
  tag  Vnnd  zum  Dritten  des  Nagsten  tag  nach  sand  Anndreas
  tag:  auf  demselben  panttading  ist  die  Herschaft  von  Klüngberg,
  an  dieselb  bedorß  es  ain  Richter  nicht  besitzen  noch  halten,
vnnd  Solich  Pantading  wiert  albeg  bey  aim  Richter  nach  Essenn
gehalten,  vnnd  die  Holden  bezahlen  der  Herschafft  von  Klingberg
Essen  vnnd  Trünckhen  vnd  Ruegen  auf  derselben  pantading  Jr
freyhait,  vnd  ain  Phleger  Setzt  sich  Nider  zu  ain  Richter  Vnd
die  vier  Geschworrn  vnnd  die  anndern  dann  neben  hiurnb  (1  .  hin
umb)  vnd  Fecht  dann  der  Pleger  [so!]  an  Erstlich  dem  Richter
zw  frggen  [so!],  ob  das  pantading  Nach  alten  herkliumen  zio
Rechter  weill  vnd  Zeit  beruefft  vnd  verkhundt  sey,  vnd  ob  die
Schram  [so]  genuegsam  gesetzt  seg:  So  sy  es  dann  also  erkhennen,
bo  fecht  man  an  Jr  Freyhait  zio  lesen,  dann  erlaubt  ain  Phleger
dem  Richter  Vierern  vnd,  den  Burgern  in  dreysprach  zw  gen
vnnd  alles  das  so  Jn  not  ist  für  zw  pringen,  Das  aber  gewenndlich
  mit  der  Ersten  sprach  Jr  notturfft  anzaigen.  Nachmals ­
  spricht  ain  phleger,  wer  ausserhalb  der  Schram  zuclagn
hob  das  meg  man  Tliain,  vnnd  wer  dann  klagt,  das  verhört  man
vnd  thuet,  dann  Ain  ausrichtung  nach  Raut  des  pantading  puechl
vnd  welcher  zw  dem  pantading  nit  khumbt  ist  der  herschafft  zw
wanndl  verfallen  xyj>.
Ich  stelle  nun  wieder  ein  alphabetisches  Verzeichniss
meiner  diesjährigen  Funde  nach  den  Orten  zusammen  mit  Beschreibung ­
  der  Handschriften:
SitzungRher./d.  pliil.-liiat.  CI.  LXXIIl.  Dd.  I  Hfl.

2
            
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