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und Antworten wird das vollständige Taiding von 1588, wenn
es je-noch sich finden sollte, nicht enthalten.
Ausser dem erwähnten Extract enthält das Compendium
auf Bl. 90“ — 97“ noch einen Vertrag zwischen Ort und Traunkirchen
d. d. Linz 11. November 1628, der in dem Punct ,Seevischen'
mehrfach der Fischtaidinge erwähnt, woraus ich Folgendes
aushebe : (94 a ) ,klian auch Traunkhirclierischer Hojfrichter
oder Supperior selbst der Jährlichen Vischtäding zu Orth nicht
zwar einiger jurisdiction halber sondern seinen Vischern zu einem
behilf beywohnen; Seitemallen aber (94 h ) füers Sibende in Traunkhircherischen
alten Grundbilechern, Orch (so. 1. Orth) ßschtäding
ein Clausid sich befindet, dz Gottsliauß berecht sey, sovil Es
demselben beliebet, Fischer auf dem Traunsee zu halten, Soll es
doch bei den bißhero gewöhnlichen Sechs galiren, deren An- vnd
Aufnembung zu Traunkhirclien geschieclit imerdar bestehen vnd
Verharren dero intention vnd meinung, damit die menge der
fischer den See vnd fürnembste Fischbruet nit aboede 1 .
Bei dieser Gelegenheit will ich auch nicht versäumen, einen
auf die Pantaidinge Traunkirchens bezüglichen Punct aus der
, Declaratio Privilegiorum Traunkirchensium 1 ' von Ferdinand II.,
7. September 1628, auszuheben, die sich im Linzer Museum
unter J. N.f^ im lateinischen Original auf Pergament und in
deutscher Uebersetzung, in solcher wiederholt in der Confirmation
Leopolds I., 22. September 1677, findet. Er lautet: Duodecimo.
Judicium annuum (:die Ehafft oder Pantdding:) ad quod
annue subditi in suis quisque Prcefecturis euocantur, ubi eis jura
et Priuilegia Monasterij leguntur, etiam mandamus, ut in omnibus
punctis eundem valorem quem reliqua Priuilegia liabeant.
In Linz stellte ich noch Nachforschungen im Archiv des
Landesgerichtes und im Stadtarchiv an, aber vergebens.
Ebenso erfolglos blieben auch weitere Ausflüge nach Orten,
die ich bei den früheren Reisen bei Seite gelassen hatte, nämlich:
St. Georgen an der Gusen 1 , Gramastetten,
1 Hier fand sich nur noch ein Richterstab, wie ich deren drei aus
andern Orten schon in meinem vorigjährigen Berichte namhaft machte
(a. a. O. S. 242 Anm.). Den einen von diesen aus Perg konnte ich
heuer im Linzer Museum nochmal und genauer besichtigen. Die Tracht
des an dem einen Ende angebrachten Mannes ist die eines alten un-