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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

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B  ergmann.

eigentümlicherweise  in  der  mnhaminedanischen  Numismatik
bisher  nicht  vertreten  gewesen,  obwol  es  keinem  Zweifel  untere
liegen  konnte,  dass  sie  ebenso  wie  die  Osmanen,  die  Saruchane
und  die  Fürsten  von  Aidin  als  völlig  unabhängige  Herrscher
das  Münzrecht  ausübten.
In  der  reichen  Suite  türkischer  Münzen  des  kais.  Cabinetes
  fiel  mir  ein  kleines  Silberstück  in  die  Augen,  das  ein
flüchtiger  Beschauer  unter  Murad  I.  eingereiht  hatte.  Es  gehört ­
  aber  Ibrahim  Ihn  Muhammed  Ibn  Karaman  zu  und  führt,
wie  die  Aufschriften  ausser  Frage  stellen,  die  genannte  Dynastie
in  die  Numismatik  ein.

^Loty;

zu  beiden  Seiten  in  zwei  Lünetten:  Al)  —  §/  .
Rev.
durchbohrt  Gew:  vgl.  Nr.  5  d.  Tafel.

Da  von  anderer  Seite  in  Bälde  die  Publication  einer
ganzen  Reihe  von  Prägen  der  Karamanen  zu  erwarten  ist,  die
gewiss  neues  Licht  über  deren  so  vielfach  noch  unaufgehellte
Geschichte  verbreiten  werden,  so  bescheide  ich  mich,  nur  ein
paar  Worte  über  den  genannten  Ibrahim  Ibn  Muhammed  hier
anzuschliessen.
Muhammed  fiel,  bei  der  Belagerung  Antalia’s,  von  einer
Kanonenkugel  getroffen,  im  Kriege  gegen  Murad  II.  im  Jafar
des  J.  826  (1423)'  .  Ibrahim,  der  mit  des  Vaters  Leiche  entflohen ­
  war,  erhielt  von  Murad  die  Belehnung  mit  Karaman
und  ein  Hilfscorps,  welches  seinen  Oheim  Ali  Beg  vertreiben
half,  während  sein  Bruder  Isa  mit  einem  europäischen  Statthalterposten ­
  entschädigt  wurde.
Durch  die  Lage  seines  Landes  inmitten  des  osmanischen
Staates  und  der  syrischen  Provinzen  Egyptens,  aber  auch  durch
die  eigene  unruhige  und  eroberungslustige  Politik  gerieth
Ibrahim  in  mehrfache  Conflicte  mit  den  genannten  Mächten.
So  führte  er  vier  Kriege  gegen  die  Osmanen;  den  ersten  im
J.  1432  (?)  in  Folge  der  Besetzung  der  Landschaft  Hamid  und

1  Uebor  dieses  Datum  vgl.  Weil,  Gesch.  der  Chalifen  Bd.  V.  197.
            
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