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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

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Bergmann.

wiedergewonnenen  Thrones  erfreuen.  Isa  Tschelebi  Ihn  Bajazid,
welcher  hei  der  Dreitheilung  des  osmanischen  Reiches  nach
Bajazid’s  Gefangennahme  Brusa  erhalten  hatte  und,  von  seinem
Bruder  Muhammed  geschlagen,  zu  Suleiman  nach  Europa  geflohen ­
  war,  kehrte  mit  dessen  Unterstützung  nach  Asien  zurück,
um  sein  Reich  wieder  zu  gewinnen. 1  Nach  einem  vergeblichen
Angriffe  auf  Brusa  sah  sich  Isa  genöthigt,  zu  Isfendiar  nach
Kastemuni  und  nach  einer  abermaligen  Niederlage  durch
Muhammed  zu  Dschuneid,  dem  Herrn  von  Smyrna,  zu  fliehen,
der  sich  eines  Theiles  von  Aidin  bemächtigt  hatte.  Von  Isa
gewonnen  brachte  Dschuneid  ein  Bündniss  der  Fürsten  von
Aidin,  Saruchan,  Tekhe  und  Mentesche  zu  Stande 2 .  Ihr
vereinigtes  Herr  in  der  Stärke  von  20.000  Mann,  das  die
Umgebung  von  Brusa  besetzt  hatte,  wurde  aber  von  Muhammed
geschlagen  und  aufgerieben.  Isa  entfloh  nach  Karamanien,  wo
er  verscholl,  Chidhr  Schah  aber,  der  sich  sorglos  zu  Magnesia
im  Bade  schwelgerischem  Genüsse  überliess,  wurde  ergriffen
und  hingerichtet,  nachdem  er  die  Zusicherung  empfangen,  dass
er  an  der  Vorfahren  Seite  bestattet  und  seine  und  ihre  Stiftungen ­
  erhalten  bleiben  würden.
Muneddschimbaschi,  der  vorstehende  Details  von  Chidhr’s
Ende  berichtet,  setzt  dasselbe  in  das  Jahr  813  (1410).  Dieses
Datum  ist  aber  unbedingt  falsch  und  viel  zu  hoch  gegriffen.
Das  Nuchbet  et-tewärich  hingegen  sagt  nur  in  Kürze,  dass
Chidhr  im  J.  805  nach  dem  Tode  Bajazids  (14.  Schaban  805  =
8.  März  1403)  dem  Isa  Tschelebi  gegen  Muhammed  beistand
und  hierbei  seinen  Untergang  fand 3 .  Einen  Fingerzeig  zur
Feststellung  des  Todesjahres  Chidhr’s  gibt  die  Nachricht,  dass
der  Fürst  von  Aidin  unter  den  mit  Isa  und  Dschuneid  verbündeten ­
  Fürsten  sich  befand.  Diese  Angabe  scheint  sich  aber

(histoire  de  Timur  lieg  trad.  par  Petis  de  la  Croix  Delf  1723  t.  IV.
p.  42,  59,  berichtet,  dass  der  Enkel  Timur’s,  Mirza  Muhammed  Sultan)
den  Winter  d.  J.  1402  in  Magnesia  zrrbrachte.
1  Nach  Seadeddin  strömte  das  Volk  aus  Saruchan  und  Aidin  nach  dem
Siege  Muhammed’s  herbei,  um  Schutz  gegen  die  Bedrücker  ihres  Landes
zu  erflehen.  Hierauf  dürfte  die  oben  erwähnte  Nachricht  Muneddschimbaschi’s
  zurückzuführen  zu  sein.
2  Vgl.  Zinkeisen  nach  Seaded-din.
3  Bei  Hammer  und  Zinkeisen  findet  sich  kein  Datum.
            
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