Beiträge zur muliammedanischen Münzkunde.
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Ist gleich die historische Ausbeute aus diesen nicht so bedeutend,
als man wohl vermuthen könnte, so glaube ich doch
im Folgenden die Geschichte der bisher so wenig bekannten
Dynastie der Saruchane, welche bei Hammer und Zinkeisen
eine sehr unvollständige und ungenügende Darstellung gefunden,
in helleres Licht gesetzt zu haben.
Saruchan, der Gründer unserer Dynastie, dessen lange
Regierungszeit mit zahlreichen Kriegen gegen die Christen
ausgefüllt war 1 , bemächtigte sich Magnesia’s im ,T. 1313 2 . Obwohl
einer der bedeutendsten der Zehnfürsten, findet sich
doch sein Sterbejahr weder bei Muneddschimbaschi noch hei
Dschenabi 3 angegeben und wir wissen nur, dass im J. 1345
(746) seiner zum letztenmale Erwähnung geschieht. Auf
Saruchan folgte sein Sohn Elias Beg und diesem sein Sohn
Ishäq Beg, die beide von den Byzantinern und von Hammer
und Zinkeisen nicht genannt werden. Vater und Sohn führten
nach Muneddschimbaschi eine friedliche und dem öffentlichen
Wohle gewidmete Regierung. Ishäq zumal suchte den Umgang
gelehrter oder durch Frömmigkeit ausgezeichneter Personen
und erbaute in Magnesia dem Derwischorden der Mewlewi ein
Ordenshaus, das anfänglich ein für die Armen der Mewlewi
errichtetes Chankäh (Kloster) war.
Ishäq starb nach derselben Q.uelle im J. 790 (1388), eine
Angabe, die bedeutende Verwirrung anzurichten geeignet ist.
Im Verfolge seines Berichtes nämlich sagt Muneddschimbaschi,
dass der Sohn und Nachfolger Ishäq’s, Chidhr Schah, seinem
Vater sehr unähnlich war und durch seine Liebe zu verbotenen
Spielen und anderen unerlaubten Dingen den Hass seiner
Unterthanen auf sich zog. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung
hätte Bajazid I. nach der Eroberung von Alaschehr (Philadelphia),
der letzten griechischen Besitzung in Kleinasien, den
1 Vgl. die byzantinischen Quellen bei Friedländer.
2 Wiener Jährb. der Literatur Bd. 57. p. 4 nach dem Dschihannuma. In
der von Norberg verfassten lateinischen Uebersetzung des Werkes konnte
ich diese Angabe nicht finden.
3 Mannscripte der k. k. Hofbibliothek. Die Uebersetzung der citirten
Stellen Muneddschimbasclii’s und des Nucbbet et-tewärfcli verdanke ich
der des Türkischen nicht mächtig, der Gefälligkeit meines Freundes Dr.
Karabacek.
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