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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

Beiträge  zur  muliammedanischen  Münzkunde.

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Ist  gleich  die  historische  Ausbeute  aus  diesen  nicht  so  bedeutend, ­
  als  man  wohl  vermuthen  könnte,  so  glaube  ich  doch
im  Folgenden  die  Geschichte  der  bisher  so  wenig  bekannten
Dynastie  der  Saruchane,  welche  bei  Hammer  und  Zinkeisen
eine  sehr  unvollständige  und  ungenügende  Darstellung  gefunden,
in  helleres  Licht  gesetzt  zu  haben.
Saruchan,  der  Gründer  unserer  Dynastie,  dessen  lange
Regierungszeit  mit  zahlreichen  Kriegen  gegen  die  Christen
ausgefüllt  war 1 ,  bemächtigte  sich  Magnesia’s  im  ,T.  1313 2 .  Obwohl ­
  einer  der  bedeutendsten  der  Zehnfürsten,  findet  sich
doch  sein  Sterbejahr  weder  bei  Muneddschimbaschi  noch  hei
Dschenabi 3  angegeben  und  wir  wissen  nur,  dass  im  J.  1345
(746)  seiner  zum  letztenmale  Erwähnung  geschieht.  Auf
Saruchan  folgte  sein  Sohn  Elias  Beg  und  diesem  sein  Sohn
Ishäq  Beg,  die  beide  von  den  Byzantinern  und  von  Hammer
und  Zinkeisen  nicht  genannt  werden.  Vater  und  Sohn  führten
nach  Muneddschimbaschi  eine  friedliche  und  dem  öffentlichen
Wohle  gewidmete  Regierung.  Ishäq  zumal  suchte  den  Umgang
gelehrter  oder  durch  Frömmigkeit  ausgezeichneter  Personen
und  erbaute  in  Magnesia  dem  Derwischorden  der  Mewlewi  ein
Ordenshaus,  das  anfänglich  ein  für  die  Armen  der  Mewlewi
errichtetes  Chankäh  (Kloster)  war.
Ishäq  starb  nach  derselben  Q.uelle  im  J.  790  (1388),  eine
Angabe,  die  bedeutende  Verwirrung  anzurichten  geeignet  ist.
Im  Verfolge  seines  Berichtes  nämlich  sagt  Muneddschimbaschi,
dass  der  Sohn  und  Nachfolger  Ishäq’s,  Chidhr  Schah,  seinem
Vater  sehr  unähnlich  war  und  durch  seine  Liebe  zu  verbotenen ­
  Spielen  und  anderen  unerlaubten  Dingen  den  Hass  seiner
Unterthanen  auf  sich  zog.  Die  Unzufriedenheit  der  Bevölkerung
hätte  Bajazid  I.  nach  der  Eroberung  von  Alaschehr  (Philadelphia), ­
  der  letzten  griechischen  Besitzung  in  Kleinasien,  den
1  Vgl.  die  byzantinischen  Quellen  bei  Friedländer.
2  Wiener  Jährb.  der  Literatur  Bd.  57.  p.  4  nach  dem  Dschihannuma.  In
der  von  Norberg  verfassten  lateinischen  Uebersetzung  des  Werkes  konnte
ich  diese  Angabe  nicht  finden.
3  Mannscripte  der  k.  k.  Hofbibliothek.  Die  Uebersetzung  der  citirten
Stellen  Muneddschimbasclii’s  und  des  Nucbbet  et-tewärfcli  verdanke  ich
der  des  Türkischen  nicht  mächtig,  der  Gefälligkeit  meines  Freundes  Dr.
Karabacek.

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