Beiträge zur muhammeclanisclien Münzkunde.
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digung, das Haus des Ermordeten aber wurde geplündert und
die daselbst Vorgefundenen Schätze in’s Schloss gebracht.
Zu jenen oben erwähnten Dirhemen, welche Abu Ali
Ahmed Ihn al-Afdhal während der kurzen Dauer seines Vezirates
prägen Hess, und die, vermuthlich in geringer Zahl
ausgebracht, alsbald wieder aus dem Verkehre nach dessen
Sturze gezogen wurden, gehört die Silbermünze des kais. Cabinetes.
Ihre Aufschriften bestätigen die Angaben Ibn Chaldun’s,
indem in der That in der Mitte des Averses und Reverses die
Worte: ,Gott (ist) der Ewige* und ,der Imam Muhammed* sich
befinden, sie ergänzen aber auch diese durch die beim genannten
Autor nicht angeführte so bemerkenswerthe innere
Umschrift, welche den Namen des 12. Imam's mit dem Titel
eines Amir al-Muminin enthält. Es ist bekannt, dass die Secte
der Imami in zwei Gruppen zerfällt, in jene der Ithna-ascharia
und der Ismailia *; erstere zählt 12 Imame (daher ihr Name),
deren letzter Muhammed al-Madhi Ibn Ilasan-al-Askeri nach
ihrer Lehre fortwährend lebt, aber unsichtbar ist, und eine
Reihe von Namen führt, wie al-Käim, Sahib az-zamän, al
Muntazar 2 etc. Letztere anerkennt an Stelle des Musa al-Kadim
Ibn Dschafar as-Sadiq' den Ismail Ibn Dschafar as-Sadiq
als 7. Imam und lehrt die Verborgenheit der späteren
Imame (daher al-Bathania genannt). Der Secte der Imami
gehörte auch Abu Ali Ahmed Ibn al-Afdhal an und desswegen
liess er den Namen des 12. Imams Muhammed al-Madhi auf
die Münzen setzen. Dieser letzte Imam führt hier die Kunia
Abu’l Kasim, die er erhielt, um ihm mit dem Propheten, der
sich eben so nannte, eine Art Namensgleichheit zu geben,
denn al-Madhi, der im Alter von 12 Jahren starb, hatte
keinen Sohn.
Es verdient auch hervorgehoben zu werden, dass Abu
Ali durch sein Vorgehen sich in schroffer Weise als Gegner
der officiellen Religion zur Zeit der Fathimiden erklärte. Diese
hatten auf die Lehre des verborgenen Imamates ihr Reich gegründet,
und der Stiftei' ihrer Dynastie, Obeidallah, wurde von
1 Vgl. Ibn Chaldun in Histoire des Herberes trad. par Slaue t. II. p. 501.
2 Reinaud, Description des monuments Musulmans etc. du cabinet de M.
le Duc de Blacas t. I. p. 380.
Sitzungeber. d.phil.-hist. CI. LXXIII. Bd. I. Bft. 11