Beiträge zur muliimimedanisclien Münzkunde.
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Das Gewicht des in Rede stehenden Dirhem’s beträgt
4'75 Gr. Rechnet man das Normalgewicht des gewöhnlichen
Dirhem’s zu 2.97 Gr v so erscheint weder die Bestimmung unserer
Münze als Doppeldirhem (Normalgewicht 5'94 Gr.), noch
als 1 */ 2 Dirhem (Normalge'wicht 4'44 Gr.) als zutreffend, letzteres
um so weniger, als der Gewichtsverlust durch die Äbwetzung
der Münzfläche und die Beschädigung des Randes
nicht unbeträchtlich ist, und hieraus eine enorme, ganz unannehmbare
Uebermiinzung resultiren würde. Aber auch der
Deutung unseres Stückes als Doppeldirhem, welche in Anbetracht
der erwähnten Defecte und einer zulässigen Untermünzung
nicht unberechtigt sein könnte, widerspricht ein Moment,
das ich hier hervorheben will, da es der Aufmerksamkeit der
Numismatiker entgangen zu sein scheint.
Aus den Münz-Wägungen ergibt sich nämlich als ausser
Zweifel stehend, dass im Laufe des 4. Jahrlnindertes ein Nominal
in der Silberpräge auftritt, das, vom normalen Dirhem
verschieden, diesen innerhalb gewisser Münzreihen fast gänzlich
verdrängt. Ich wage nicht, dieses Nominal geradezu als
neues zu bezeichnen, da bereits in dem 3. Jahrhunderte einzelne
Dirheme ihm zu entsprechen scheinen, wohl aber kann
es in dem Sinne so genannt werden, als es später die Münzeinheit
der Silberpräge gewisser Dynastien darstellt und nicht
als Ausnahme, sondern als Regel auftritt. Der Versuch, den
Ursprung dieses Nominals, welches von 3'40 Gr. — 4'75 Gr.
schwankt, nachzuweisen, wird so lange als verfrüht betrachtet
werden müssen, bis das Normalgewicht desselben mit annähernder
Sicherheit bestimmt ist. Diese Bestimmung wird
aber nur durch Beibringung einer genügenden Zahl von
Wägungen, an denen es jetzt gänzlich mangelt, ermöglicht.
Die Serie der bujidischcn Dirheme speciell eignet sich zu
dieser Untersuchung ganz vorzüglich, sowohl wegen der verhältnissmässigen
Reichhaltigkeit des in den Museen vorliegenden
Münzmateriales, als auch in Anbetracht der historischen
Bedeutsamkeit dieser Dynastie und der Länder, welche sie
beherrscht hat. Die Reihe der Bujiden-Dirheme des kais.
Cabinetes ist leider nicht beträchtlich und auch die Erhaltung
der meisten Stücke unvollkommen. Wenn ich nichtsdestoweniger
eine Uebersicht derselben mit den beigesetzten Wä-