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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

Beiträge  zur  muliimimedanisclien  Münzkunde.

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Das  Gewicht  des  in  Rede  stehenden  Dirhem’s  beträgt
4'75  Gr.  Rechnet  man  das  Normalgewicht  des  gewöhnlichen
Dirhem’s  zu  2.97  Gr v  so  erscheint  weder  die  Bestimmung  unserer ­
  Münze  als  Doppeldirhem  (Normalgewicht  5'94  Gr.),  noch
als  1  */ 2  Dirhem  (Normalge'wicht  4'44  Gr.)  als  zutreffend,  letzteres ­
  um  so  weniger,  als  der  Gewichtsverlust  durch  die  Äbwetzung
  der  Münzfläche  und  die  Beschädigung  des  Randes
nicht  unbeträchtlich  ist,  und  hieraus  eine  enorme,  ganz  unannehmbare ­
  Uebermiinzung  resultiren  würde.  Aber  auch  der
Deutung  unseres  Stückes  als  Doppeldirhem,  welche  in  Anbetracht ­
  der  erwähnten  Defecte  und  einer  zulässigen  Untermünzung
  nicht  unberechtigt  sein  könnte,  widerspricht  ein  Moment,
das  ich  hier  hervorheben  will,  da  es  der  Aufmerksamkeit  der
Numismatiker  entgangen  zu  sein  scheint.
Aus  den  Münz-Wägungen  ergibt  sich  nämlich  als  ausser
Zweifel  stehend,  dass  im  Laufe  des  4.  Jahrlnindertes  ein  Nominal ­
  in  der  Silberpräge  auftritt,  das,  vom  normalen  Dirhem
verschieden,  diesen  innerhalb  gewisser  Münzreihen  fast  gänzlich ­
  verdrängt.  Ich  wage  nicht,  dieses  Nominal  geradezu  als
neues  zu  bezeichnen,  da  bereits  in  dem  3.  Jahrhunderte  einzelne ­
  Dirheme  ihm  zu  entsprechen  scheinen,  wohl  aber  kann
es  in  dem  Sinne  so  genannt  werden,  als  es  später  die  Münzeinheit ­
  der  Silberpräge  gewisser  Dynastien  darstellt  und  nicht
als  Ausnahme,  sondern  als  Regel  auftritt.  Der  Versuch,  den
Ursprung  dieses  Nominals,  welches  von  3'40  Gr.  —  4'75  Gr.
schwankt,  nachzuweisen,  wird  so  lange  als  verfrüht  betrachtet
werden  müssen,  bis  das  Normalgewicht  desselben  mit  annähernder ­
  Sicherheit  bestimmt  ist.  Diese  Bestimmung  wird
aber  nur  durch  Beibringung  einer  genügenden  Zahl  von
Wägungen,  an  denen  es  jetzt  gänzlich  mangelt,  ermöglicht.
Die  Serie  der  bujidischcn  Dirheme  speciell  eignet  sich  zu
dieser  Untersuchung  ganz  vorzüglich,  sowohl  wegen  der  verhältnissmässigen
  Reichhaltigkeit  des  in  den  Museen  vorliegenden ­
  Münzmateriales,  als  auch  in  Anbetracht  der  historischen
Bedeutsamkeit  dieser  Dynastie  und  der  Länder,  welche  sie
beherrscht  hat.  Die  Reihe  der  Bujiden-Dirheme  des  kais.
Cabinetes  ist  leider  nicht  beträchtlich  und  auch  die  Erhaltung
der  meisten  Stücke  unvollkommen.  Wenn  ich  nichtsdestoweniger ­
  eine  Uebersicht  derselben  mit  den  beigesetzten  Wä-
            
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