148
Bergmann.
Baghdäd zurückkehren musste, worauf Badr sich des Dschabals
bemächtigte
Nach dem Tode Scharaf-ad-daula’s im J. 379 beschloss
Fachr ad-daula vorzüglicli auf Betreiben des Sahib Ibn Ibäd,
einen Zug nach Iraq um Baghdäd zu erobern. In Hamadan
vereinigte sich Badr mit dem Bujiden und es ward beschlossen,
dass Ismail Ibn Ibad und Badr auf der Strasse nach
Baghdäd Vordringen sollten, während Fachr ad-daula den Weg
durch Chuzistan einschlug. Die Unternehmung misslang aber
gänzlich, da der Austritt des Flusses von Ahwaz, den die
Soldaten für künstlich hervorgorufcn hielten, eine allgemeine
Panik herbeiführte. 2 Auch Baha ad-daula erbat sich den Beistand
Badr’s, als er im J. 388 auf Veranlassung des Abu Ali Ismail
einen Zug gegen Abu Muhammed Ibn Mukram unternommen
hatte und in die Enge gerathen war, erhielt ihn aber nur in
geringem Masse 3 .
In dieser Zeit hatte die Macht und das Ansehen Badr’s
ihren Höhepunkt erreicht; vom Chalifen mit dem Ehrentitel
Nash- ad-din wad-daula ausgezeichnet, entfaltete er eine segensreiche
friedliche Thätigkeit, spendete reiche Gaben für die
beiden heiligen Städte und erkaufte den freien Durchzug der
Pilger von den beutegierigen Beduinen, indem er gleichzeitig
die Wegelagerei der Kurden unterdrückte 4 .
Wie unabhängig die Stellung Badr’s zu den Bujiden war, zeigt
der Vorfall,dass der Sohn Bächtjar’s,Abu’l Kasim, vor Baha ad-daula
im J. 3S9 und später im J. 393 derWczir Madsch ad-daula’s, Abu’l
Abbäs ad-Dhabbi sich auf sein Gebiet flüchteten und hier den
gesuchten Schutz fanden 5 . Auch in den Verwickelungen, welche
nach dem Tode Fachr ad-daula’s in Persien entstanden, erscheint
Badr als durchaus selbständiger Herrscher. Als nämlich
im J. 397 Madsch ad-daula auf Antrieb des Wezir’s al-Chatir
1 Ilm Chaldun 1. c. p. 4G1. Ibn al-Athir 1. c. p. 3G.
2 Mircliond. Gesell, der Bujiden ed. Wilken p. 78. Ilm Chaldun IV. 402.
2 Ilm al-Athir IX. 100. Der Tod Samsam ad-daula’s bewog Baha ad-daula,
Frieden zu sch Hessen.
4 Ibn Chaldun t. IV. 514. Ibn al-Athir 1. c. p. 112. Scharafname p. 7.
5 Ibn Chaldun IV. p. 4G7. Ibn al-Athir IX. 107 u. 126. Der Wezir, eines
Giftmordes verdächtigt, floh von Rei nach Barudschard und starb daselbst
im J. 398, 1. c. p. 147.