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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

Beiträge  zur  muhammedanisclien  Münzkunde.

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und  den  Worten:  ,taqaddasat  izzat  allall'  (,geheiligt  sei  die
Macht  Gottes')  schlagen  Hess.
Hasanweikide.
Die  Kurden,  die  Gordysei  oder  Carduchi  der  Alten  treten
in  der  Geschichte  des  Islams  erst  im  4.  Jahrhunderte  hervor.
Ein  streitbares  Volk,  das  wegen  seiner  Raub-  und  Plünderungslust ­
  von  Alters  her  übel  beleumundet  war,  nahmen  sie  stets
gerne  Kriegsdienste  an  und  bei  den  fortwährenden  inneren  und
äusseren  Kämpfen  des  Chalifats  fehlte  es  ihnen  nicht  an  Beschäftigung. ­
  Aber  erst  zum  bezeichncten  Zeitpunkte  gelang  es
einer  Anzahl  kurdischer  Häuptlinge,  den  Verfall  des  Chalifats
benützend,  eine  Reihe  mehr  minder  unabhängiger  Herrschaften
zu  gründen.  So  finden  wir  Alusch  in  Antiochien  (f  358), 1  den
Stammherrn  der  kurdischen  Dynastie  der  Marwaniden,  Bädu,
der  im  J.  380  im  Kampfe  gegen  die  Söhne  Nasir  ad-daula’s
fiel,  die  Bann  Annäz  al-Kurdi  in  Hülwan  und  Qarmisin.  Am
mächtigsten  aber  tritt  zu  dieser  Zeit  das  kurdische  Geschlecht
der  Hasanweilüden  hervor,  dessen  Geschichte  bisher  keinen
Bearbeiter  gefunden  hat. 2
Der  Begründer  dieser  Dynastie,  nach  welchem  sie  benannt
wird,  war  Hasanweih  Ibn  al-Husein 3  al-Barzikäni,  der  eine
Truppe  seiner  Tribus  befehligte,  bis  er  die  Besitzungen  seiner
Oheime  mütterlicherseits,  Wandäd  und  Ghänim,  Söhnen  des
Ahmad  Ibn  Ali,  die  Dinawar,  Hamadan,  Nihawend,  Samaghän
und  einige  Thcile  Adserbeidschans  bis  Schahrzur  besassen,
erhielt.  Da  die  Bujiden  zu  dieser  Zeit  anderweitig  beschäftigt
waren,  benützte  Hasan  weih  diesen  günstigen  Umstand  zur  Vergrösserung
  seiner  Macht,  indem  er  zugleich  Schutzgeld  von
den  Kaufleuten  und  Handelszügen  einhob.  Itukn  ad-daula  Hess
1  Zeitsehr.  der  deutsch-morgcnl.  Gesellschaft  Bd.  XI.  p.  213,  230.
5  Diese  Zeilen  sind  vor  dem  Erscheinen  des  im  Numismatic  Chroniele  1871
p.  259  erschienenen  Aufsatzes  Rogers  über  einen  Ilasanweihiden  Dirhem
geschrieben.  TTebrigcns  findet  sich  daselbst,  nur  eine  sehr  unvollständige
Benützung  der  Quellen.
3  So  Ibn  Chaldun  in  der  allgemeinen  Geschichte  (Bulfiqer  Ausgabe)  und
das  Scharafname  (Barb  in  den  Sitzungsber.  der  kais.  Akademie  der
Wissenschaften  Bd.  XXVIII.  p.  6).  Bei  Ibn  al-Athir  (ed.  Tornberg)
Ilasan.
Sitzungsbor,  ü  phil.-hist.  CI.LXKtH.  lid.I.  llft.

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