Boiträge zur imiliainmedanisclien Münzkunde.
143
gefässen mit Seepflanzen an al-Muizz gesendet wurden. Auf
dem Rückwege erschien er ein zweites Mal vor Fas, welches
am 21. Ramadhan des J. 348 mit Sturm eingenommen wurde.
Ahmed Ihn Bekr fiel in die Hände Dschauhar’s der allerorten
fathimidische Statthalter einsetzte und schliesslich nach glänzender
Erfüllung seiner Mission im Triumphe nach Mansuriah
zog, seine beiden Gefangenen asch-Sehäkir lillah und Ahmed
in zwei eisernen Käfigen mit sich führend. Die Quellen
schweigen über das weitere Schicksal asch-Scliäkir’s, der vielleicht
im Gefängnisse starb; jedenfalls war es ein rühmloses
Ende, das den Midrariden, der die Arrogirung des Imamates
gewagt hatte, ereilte.
Muhammed Ibn al-Fath war jedoch nicht der letzte seines
Geschlechtes, der in Sidschilmäsa herrschte. Zu derselben Zeit,
als der grössere Theil al-Maghribs den Fathimiden wieder den
Gehorsam aufkündigte und zumeist den spanischen Omaijaden
huldigte, warf sich ein Sohn asch-Schäkir’s zum Herrn von
Sidschilmäsa unter dem Namen al-Muntasir billah auf. Er ward
jedoch im J. 352 getödtet von seinem Bruder Abu Muhammed,
der als al-Mutazz billah den Thron bestieg, aber bereits im
J. 366 im Kampfe gegen den Häuptling der Maghrawah, 1
Chazerun Ibn Fulful sein Leben verlor. Der Sieger bemächtigte
sich des Landes und der Schätze und sandte den Kopf al-Mutazz
mit der Siegesbotschaft nach Cordova, worauf der
Hädschib al-Mansur Ibn Abi Amir im Namen al-Hisehäm’s
ihn zum Statthalter von Sidschilmäsa ernannte. Die Banu
Midrär und mit ihnen der Stamm der Miknasa verschwinden
von jetzt an aus der Geschichte al-Maghribs; die Erben ihrer
Macht waren die Maghrawa und Banu Jafran.
Zum Schlüsse noch einige Worte über unseren Dinar,
der wohl unzweifelhaft in Sidschilmäsa, der Residenz ascli-Schähir’s
geschlagen wurde. Sein ganzer Typus gleicht völlig
jenem der Goldprägen aus den ersten Regierungsjahren al-Muizz,
deren das kais. Cabinet zwei besitzt. Wir finden auf
diesen denselben rohen, schwerfälligen Schriftzug und die gleiche
Anordnung der Aufschriften, welche, ausser in den Namen, nur
durch den Titel eines Emir al-Muminin, den al-Muizz auf-1
Die Mayouprjßoi dea Ptolemaeus vgl. Abulfcdc, Geogr. ed. Reinaud II. 177.