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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

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B  e  r  g  m  a  n  n.

al-Kätib. 1  Im  J.  347  erhielt  letzterer  den  Rang'  eines  Wezir’s
und  im  Safar  desselben  Jahres  stellte  ihn  der  Chalif  an  die
Spitze  einer  zahlreichen  Armee,  bei  welcher  sich  der  Sinhadschite
  Ziri  Ibn  Manäd  und  andere  Tribuschefs  befanden
und  die  20000  Reiter  aus  den  Ketäma,  Zanäta  etc.  zählte.
Dschauhar  1  sollte  bis  an  die  äusserste  Grenze  al-Maghrib’s  Vordringen ­
  und  alle  Plätze  unterwerfen,  welche  die  Autorität  der
Fathimiden  noch  nicht  anerkannt  hatten.  Die  Armee  rückte
zuerst  vor  Tahart,  dessen  Herr  Jala  Ibn  Muhammed  ihr
entgegenkam;  ein  Tumult  jedoch,  der  zwischen  dem  Nachtrabe
und  den  Banu  Jafran  entstand,  bewog  Dschauhar  Jala  festnehmen ­
  zu  lassen,  welcher  sofort  von  Ketamah-Berbern  getödtet
wurde.  Eine  Anzahl  von  Berberstämmen  ward  hierauf  unterworfen ­
  und  eine  grosse  Zahl  von  Plätzen  eingenommen.  Dann
wandte  sich  Dschauhar  gegen  Fäs,  das  dem  Ahmed  Ibn  Bekr
gehörte  und  vor  ihm  die  Thore  schloss.  Da  aber  der  Wezir
trotz  längerer  Belagerung  die  Stadt  nicht  einnehmen  konnte,
so  unternahm  er  über  Aufforderung  Ahmed’s  einen  Feldzug
gegen  Sidschilmäsa.  Auf  die  Nachricht  von  dem  Herannahen
der  fathimidischen  Truppen  verliess  al-Schäkir,  der  zum  Widerstande ­
  zu  schwach  war,  seine  Residenz  in  Begleitung  seiner
Familie  und  der  treuesten  Anhänger  und  floh  nach  Tasferakt, 2
einem  befestigten,  12  Meilen  von  Sidschilmäsa  entfernten  Orte,
wo  er  einige  Zeit  verweilte.  Um  den  Stand  der  Dinge  persönlich ­
  kennen  zu  lernen,  wagte  er  sich  in  Verkleidung  in  die
Stadt,  wurde  jedoch  von  einem  Manne  aus  der  Tribus  der
Mathgliara  erkannt  und  an  Dschauhar  verrathen.  Die  Eroberung
Sidschilmäsa’s  hatte  nur  kurze  Zeit  in  Anspruch  genommen,
und  jetzt  drang  der  Wezir  unaufhaltsam  bis  zum  atlantischen
Ocean  vor,  aus  welchem  er  Fische  fangen  liess,  die  in  Wasser-1
  Die  Berichte  über  die  ersten  Unternehmungen  Dschauhar’s  differiren.  Die
gegebene  Darstellung  folgt  Ibn  Clialdun.  Nach  Ibn  al-Athir  VIII.  392
empörte  sich  Jala  erst  später  gegen  Dschauhar,  der  ihn  festnahm  und
das  eroberte  Ifkan  naeli  allgemeiner  Plünderung  niederbrennen  liess.
Jala’s  unmündiger  Sohn  Jaddu  Ibn  Jala  wurde  gefangen  genommen;
vgl.  aucli  die  Version  im  J.  asiat.  1836  t.  II.  p.  405  und  Ibn  Adsari  I.
p.  230.
2  Der  Name  des  Ortes  wird  verschieden  geschrieben.  Bei  al-Ilekri  p.  605
Tüsferäkt,  bei  Slane  Täsdschedält;  vgl.  Jacut,  Merasid  IV.  p.  449.  Täsfedält
  bei  Mustaghanim,  gegenüber  v.  Dehia  al-Bekri  p.  526.
            
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