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B e r g m a n n.
al-Kätib. 1 Im J. 347 erhielt letzterer den Rang' eines Wezir’s
und im Safar desselben Jahres stellte ihn der Chalif an die
Spitze einer zahlreichen Armee, bei welcher sich der Sinhadschite
Ziri Ibn Manäd und andere Tribuschefs befanden
und die 20000 Reiter aus den Ketäma, Zanäta etc. zählte.
Dschauhar 1 sollte bis an die äusserste Grenze al-Maghrib’s Vordringen
und alle Plätze unterwerfen, welche die Autorität der
Fathimiden noch nicht anerkannt hatten. Die Armee rückte
zuerst vor Tahart, dessen Herr Jala Ibn Muhammed ihr
entgegenkam; ein Tumult jedoch, der zwischen dem Nachtrabe
und den Banu Jafran entstand, bewog Dschauhar Jala festnehmen
zu lassen, welcher sofort von Ketamah-Berbern getödtet
wurde. Eine Anzahl von Berberstämmen ward hierauf unterworfen
und eine grosse Zahl von Plätzen eingenommen. Dann
wandte sich Dschauhar gegen Fäs, das dem Ahmed Ibn Bekr
gehörte und vor ihm die Thore schloss. Da aber der Wezir
trotz längerer Belagerung die Stadt nicht einnehmen konnte,
so unternahm er über Aufforderung Ahmed’s einen Feldzug
gegen Sidschilmäsa. Auf die Nachricht von dem Herannahen
der fathimidischen Truppen verliess al-Schäkir, der zum Widerstande
zu schwach war, seine Residenz in Begleitung seiner
Familie und der treuesten Anhänger und floh nach Tasferakt, 2
einem befestigten, 12 Meilen von Sidschilmäsa entfernten Orte,
wo er einige Zeit verweilte. Um den Stand der Dinge persönlich
kennen zu lernen, wagte er sich in Verkleidung in die
Stadt, wurde jedoch von einem Manne aus der Tribus der
Mathgliara erkannt und an Dschauhar verrathen. Die Eroberung
Sidschilmäsa’s hatte nur kurze Zeit in Anspruch genommen,
und jetzt drang der Wezir unaufhaltsam bis zum atlantischen
Ocean vor, aus welchem er Fische fangen liess, die in Wasser-1
Die Berichte über die ersten Unternehmungen Dschauhar’s differiren. Die
gegebene Darstellung folgt Ibn Clialdun. Nach Ibn al-Athir VIII. 392
empörte sich Jala erst später gegen Dschauhar, der ihn festnahm und
das eroberte Ifkan naeli allgemeiner Plünderung niederbrennen liess.
Jala’s unmündiger Sohn Jaddu Ibn Jala wurde gefangen genommen;
vgl. aucli die Version im J. asiat. 1836 t. II. p. 405 und Ibn Adsari I.
p. 230.
2 Der Name des Ortes wird verschieden geschrieben. Bei al-Ilekri p. 605
Tüsferäkt, bei Slane Täsdschedält; vgl. Jacut, Merasid IV. p. 449. Täsfedält
bei Mustaghanim, gegenüber v. Dehia al-Bekri p. 526.