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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

Beitrage  zur  muhammedanißcben  Münzkunde.

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bekannte  sie  sich  zur  Seete  der  Sifriten,  deren  Satzungen  von
flüchtigen  Arabern  ihr  gebracht  wurden.  Bald  breitete  sie  sich
über  die  benachbarten  Landstriche  aus,  und  unterstützte  Maisarah ­
  in  seinem  Aufstande.  Eine  Schaar  von  40  Häuptlingen,
die  der  neuen  Lehre  beigetreten  waren,  sagte  dem  Chalifen
den  Gehorsam  auf  und  erhob  den  Isa  al-Aswad  zu  ihrem
Führer,  der  im  J.  140  die  Stadt  Sidschilmäsa  gründete  '.  Auch
die  übrigen  umwohnenden  Angehörigen  des  Stammes  bekehrten
sich  zum  Sifritismus,  aber  unzufrieden  mit  ihrem  Emir,  setzten
sie.  denselben  im  J.  158  gebunden  auf  einer  Bergspitze  aus,
bis  er  verschmachtete.  Ihre  Wahl  fiel  jetzt  auf  Abu’l  Käsim
Samkü  Ihn  Wasul 2  Ibn  Maslan 3  Ihn  Abu  Jazul,  dessen  Vater
zum  Zwecke  wissenschaftlicher  Ausbildung  nach  Medina  gereist ­
  war  und  daselbst  unter  Ikrima,  einem  Clienten  des  Ibn
Abbässtudirt  hatte.  Besitzer  zahlreicher  Heerden,  war  er
der  erste,  welcher  dem  Isa  Ibn  Jazid  gehuldigt  und  dessen  Anerkennung ­
  bei  den  Stammgenossen  erwirkt  hatte.  Samkü  Ihn
Wasul  blieb  im  Genüsse  der  Herrschaft  bis  zu  seinem  plötzlichen ­
  Tode  im  J.  167.  Er  gehörte,  wie  'gesagt,  der  Secte
der  Sifri-Ibadliiten  an,  was  ihn  aber  nicht  hinderte,  aus  politischen ­
  Motiven  die  Chuthba  für  die  Chalifen  al-Mansur  und
al-Mahdi  zu  halten.  Ihm  folgte  sein  Sohn  al-Jäs,  genannt  al-Wazir
 5 ,  der  durch  Empörung  im  J.  174  den  Thron  verlor,
welchen  sein  Bruder  Abu’l  Muntasir 11  Alisa  Ibn  Abu’l  Kasirn
bestieg.  Dieser,  gleichfalls  Sifri-Ibadhi,  umgab  Sidschilmäsa

1  Nach  al-Bekri  1.  c.  wurde  der  Bau  der  Stadt  schon  im  J.  104  begonnen,
die  2  Meilen  entfernte  Stadt  Bera  aber  in  der  Folge  verlassen.  Es
scheint  dass  der  Platz,  auf  welchem  Sidschilmasa  sich  erhob,  früher  den
Berbern  als  Jahrmarkt  diente.  Midrar,  der  Urahn  unserer  Dynastie,  s[o
seine  Waare  (er  war  Schmied)  dahin  zum  Verkaufe  gebracht  haben.  ■*
2  Im  arabischen  Texte  Ibn  Chaldun’s  irrig  Sakmu;  bei  Ibn  Adsari  Samghün.
:i  Nicht  Fazlan  wie  bei  al-Bekri.
4  Dieser  ist  Abdallah  Ibn  Abbäs,  Vetter  Muhammeds;  vgl.  Ibn  Chaldun  1.
c-  p.  IM.
5  Bei  Ibn  Adsari  Abu’l  Wazir.
6  Es  scheint,  dass  Alisa  zwei  Kunia,  Abu’l  Mansur  und  dann  Abu’l  Muntasir,
geführt  habe,  denn  erstere  findet  sich  bei  al-Bekri  und  Ibn  Chaldun,
letztere  bei  Ibn  Adsari  p.  br.  16.
            
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