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Borgraa nn.
landeten unter der Führung; Hasan Ihn Ali’s, des Statthalters
von Sicilien bei Almeria und plünderten die Küste, während
eine spanische nach Africa entsendete Flotte von al-Muizz
zurückgesehlagen wurde '. Es war daher Aufgabe einer klugen
und weitsichtigen Politik, dem Herübergreifen des omaijadischen
Einflusses im Beginne entgegenzutreten und denselben unschädlich
zu machen. Aber noch ein anderes Moment musste für
das aggressive Vorgehen al-Muizz’ entscheidend sein. Ein
abermaliger Ausbruch einer nationalen Erhebung war zu befürchten
und diesem konnte nur durch Unterwerfung der noch
unabhängig und selbstständig gebliebenen Reste der Berberstämme,
von welchen bereits die Mehrzahl nach Dämpfung
von Machlad’s Aufstande bezwungen worden, vorgebeugt werden.
Noch bestand eine Anzahl kleinerer einheimischer Dynastien,
die sich durch die aufstrebende Macht der Fathimiden in ihrer
Existenz bedroht und durch das Gebot der Selbsterhaltung
sich genöthigt sahen, die nationalen Bestrebungen zu begünstigen
und in diesen ihre Stütze zu suchen. Sie besassen für
diese Politik einen mächtigen Hebel in dom noch fortbestehenden
Gegensätze zwischen Schiitismus und Charidschitismus,
auf welchen sie alle sich stützen, mit einer merkwürdigen
Ausnahme, die unsere Aufmerksamkeit wohl verdient.
Zu den einheimischen Dynastien, welche zur angegebenen
Zeit ihr Dasein noch fristeten, gehört auch jene der Banu
Wäsul oder Banu Midrär 2 . Ihre Geschichte im Umrisse zu
geben ist für unsere Zwecke nöthig und um so weniger überflüssig,
als sie überhaupt noch nicht zusammengestellt wurde 3 .
Die Bevölkerung des Gebietes, auf welchem später die
Stadt Sidschilmäsa stand, zählte zu dem grossen Stamme der
Miknäsa. Bereits kurze Zeit nach Verkündigung des Islands
1 1. c. vgl. Abulfedae Annal. II. 462.
2 Hammer, Sitzungsb. d. k. Akad. VIII. 499 irrt, wenn er diese als zwei
verschiedene Dynastien unterscheidet.
3 Hauptquellen sind: Ibn Chaldun, histoire des Bcrberes ed. Slane, I.
p. |‘(v. al-Bekri übersetzt von Quatremere in den Not, et Extr. des Manuscrits
du Roi t. XII. p. 602 ff. und Ibn Adsäry, ed. Dozy t. I. p. (»ff
u. f| ff. Einige Daten bei Ibn al-Athir VIII. 392. Abulfedae Annales
II. 314; Ibn Badrun ed. Dozy p. und Mirchond Manusc. der k. k.
Hofbibi. A. E. 28 fol. 41.