Boiträge zur muhammedanischen Münzkunde.
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mudali as-Sähil 1 getödtet. Einen mehr politischen Charakter
hatte dagegen die Empörung Abu’l Jazid Machlad’s, genannt
Sahib al-Himär, ,der Herr des Esels', aus dem Zenätah-Stamme.
Seine volksthümlichen Lehren 2 verschafften ihm grossen Zulauf
und er konnte sogar Kairawän einnehmen. In der Folge
aber verlor er wegen seiner autokratischen Gelüste einen
grossen Theil seiner Popularität und ward schliesslich nach
einer schweren Niederlage genöthigt, in das Ketämah-Gebirge
zu fliehen, wo er nach heftigem Widerstande gefangen und im
J. 336 qualvoll hingerichtet wurde.
Erst nach Niederwerfung dieser charidschitischen Erhebungen
konnte der fathimidische Chalif al-Muizz (341—365)
eine kräftigere Politik nach aussen verfolgen. Aber nicht
blosse Eroberungslust, sondern wesentlich Motive politischer
Natur gaben hiezu den Anstoss. Schon lange und mit Erfolg
hatten die spanischen Umaijaden Verbindungen in Afrika anzuknüpfen
gewusst. So anerkannte Musa Ibn Abi Atia, der
Tasül, Taza etc. besass, die Oberherrschaft des Chalifen An-Nasir
und liess dessen Namen von allen Kanzeln verlesen, und
seine Nachfolger al-Buri (f 345) und al-Mansur thaten dasselbe
3 . Auch hatte al-Muizz zu eben dieser Zeit Nachricht
erlangt, dass Jala Ibn Muhammed, der Häuptling der Banu
Jafran einen Briefwechsel mit den spanischen Umaijaden unterhalte
4 , und Ibn Chaldun sagt sogar, dass derselbe von Abdarrahman
III. mit der Statthalterschaft al-Maghrib’s belehnt
wurde. Bereits früher hatte es nicht an Reibungen gefehlt.
Im J. 344 entstanden Zwistigkeiten . zwischen al-Muizz und
dem spanischen Chalifen, wegen eines sicilischen, von den Andalusiern
geplünderten Fahrzeuges. Die fathimidischen Schiffe
1 al Bekri in den Notices et Extraits des Manuscr. du Roi, XII. 550.
2 Ibn Chaldun 1. c. I. p. Seine Lehre, die er in einer Art Koran in
berberischer Sprache verkündete, empfahl sieh durch ihre laxen Vorschriften
den Stammgenossen; vgl. Hammer, in den Sitzungsb. VIII.
491. Kremer Ideen p. 371.
3 Ibn Chaldun, 1. c.
4 Journal Asiat. 1836 t. II. 405. Dass aber der Name Jala und nicht Jali,
wie am angeführten Orte zu lesen, lehrt Ibn Kuteiba ed. Wiistenfeld,
P- (1°.
5 1 o. p. IaP.