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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

Boiträge  zur  muhammedanischen  Münzkunde.

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mudali  as-Sähil  1  getödtet.  Einen  mehr  politischen  Charakter
hatte  dagegen  die  Empörung  Abu’l  Jazid  Machlad’s,  genannt
Sahib  al-Himär,  ,der  Herr  des  Esels',  aus  dem  Zenätah-Stamme.
Seine  volksthümlichen  Lehren 2  verschafften  ihm  grossen  Zulauf ­
  und  er  konnte  sogar  Kairawän  einnehmen.  In  der  Folge
aber  verlor  er  wegen  seiner  autokratischen  Gelüste  einen
grossen  Theil  seiner  Popularität  und  ward  schliesslich  nach
einer  schweren  Niederlage  genöthigt,  in  das  Ketämah-Gebirge
zu  fliehen,  wo  er  nach  heftigem  Widerstande  gefangen  und  im
J.  336  qualvoll  hingerichtet  wurde.
Erst  nach  Niederwerfung  dieser  charidschitischen  Erhebungen ­
  konnte  der  fathimidische  Chalif  al-Muizz  (341—365)
eine  kräftigere  Politik  nach  aussen  verfolgen.  Aber  nicht
blosse  Eroberungslust,  sondern  wesentlich  Motive  politischer
Natur  gaben  hiezu  den  Anstoss.  Schon  lange  und  mit  Erfolg
hatten  die  spanischen  Umaijaden  Verbindungen  in  Afrika  anzuknüpfen ­
  gewusst.  So  anerkannte  Musa  Ibn  Abi  Atia,  der
Tasül,  Taza  etc.  besass,  die  Oberherrschaft  des  Chalifen  An-Nasir
  und  liess  dessen  Namen  von  allen  Kanzeln  verlesen,  und
seine  Nachfolger  al-Buri  (f  345)  und  al-Mansur  thaten  dasselbe ­
  3 .  Auch  hatte  al-Muizz  zu  eben  dieser  Zeit  Nachricht
erlangt,  dass  Jala  Ibn  Muhammed,  der  Häuptling  der  Banu
Jafran  einen  Briefwechsel  mit  den  spanischen  Umaijaden  unterhalte ­
  4 ,  und  Ibn  Chaldun  sagt  sogar,  dass  derselbe  von  Abdarrahman
  III.  mit  der  Statthalterschaft  al-Maghrib’s  belehnt
wurde.  Bereits  früher  hatte  es  nicht  an  Reibungen  gefehlt.
Im  J.  344  entstanden  Zwistigkeiten  .  zwischen  al-Muizz  und
dem  spanischen  Chalifen,  wegen  eines  sicilischen,  von  den  Andalusiern
  geplünderten  Fahrzeuges.  Die  fathimidischen  Schiffe

1  al  Bekri  in  den  Notices  et  Extraits  des  Manuscr.  du  Roi,  XII.  550.
2  Ibn  Chaldun  1.  c.  I.  p.  Seine  Lehre,  die  er  in  einer  Art  Koran  in
berberischer  Sprache  verkündete,  empfahl  sieh  durch  ihre  laxen  Vorschriften ­
  den  Stammgenossen;  vgl.  Hammer,  in  den  Sitzungsb.  VIII.
491.  Kremer  Ideen  p.  371.
3  Ibn  Chaldun,  1.  c.
4  Journal  Asiat.  1836  t.  II.  405.  Dass  aber  der  Name  Jala  und  nicht  Jali,
wie  am  angeführten  Orte  zu  lesen,  lehrt  Ibn  Kuteiba  ed.  Wiistenfeld,
P-  (1°.
5  1  o.  p.  IaP.
            
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