ß ergmann Beiträge zur mnhairmiedariiscliGii Münzkunde.
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Beiträge zur muhammedinischen Münzkunde.
Von
Dr. E. von Bergmann,
Custos am lc. k. Münz- und Antiken-Cabinete.
Der Schatz, welcher für Kenntniss der Geschichte und
Geographie des Orients in den muhammedanischen Münzen
uns erhalten ist, hat nicht'verfehlt, seit geraumer Zeit die
Aufmerksamkeit der Orientalisten auf sich zu lenken und mit
Eifer und Erfolg ist dieses Fehl der Münzkunde bebaut
worden. Es genüge hier der Hinweis auf die Thatsachc, dass
wir gegenwärtig Geldprägen von mehr als 120 muhammedanischen
Dynastien kennen, unter welchen zahlreiche, deren Geschichte
und Genealogie erst durch die Numismatik ihre volle
und richtige Beleuchtung gefunden haben. Trotz einer so gewaltigen
Ausbeute ist das vorhandene Münzmaterial aber noch
lange nicht erschöpft; in jeder grösseren Sammlung befinden
sich Stücke, die ihrer Bestimmung noch harren und namentlich
dürfte die leider so verzögerte Publication der inediten
Münzen der Cabinote von Paris und London unserer Disciplin
eine ausserordentliche Bereicherung zuführen.
Was die Sammlung mohammedanischer Münzen des kais.
Cabinetes betrifft, deren Schwerpunkt übrigens in den bekannten
Prägen der neueren Zeit liegt, so ist der weitaus
grössere Theil der seltenen Stücke bereits publicirt worden.
Unter den nicht veröffentlichten befinden sich aber einige seinmerkwürdige
und erlesene Denkmäler, deren Bestimmung und
Erklärung erst neuerlich durch die Herausgabe einer Anzahl
Sitzuugsber. d. pMl.-hist. CI. LXXIII. Bd. I. Hft. 9