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Weise Constantinos bekannten Landes, den Namen eines Berges
in den Karpaten *, den ausser den Umwohnern im 10. Jahrhundert
kein Sterblicher auf der Welt wissen konnte, und
man muss fragen, wie hätte denn ein Grieche das Wort Bajivaria
anders schreiben sollen, als wie es Constantinos schrieb;
jede neugriechische Grammatik könnte hierüber den nöthigen
Aufschluss geben.
Doch genug davon. Unter der Annahme, dass die Clirovaten
Nordböhmens und Sachsens — denn auch an der Sale
gab es Chrovaten — andern Dialects waren, als die Gesammtmasse
der sogenannten Sorben, welche man eben wegen des
verschiedenen Spraeheharakters mit den Serben des Morawagebietes
nicht zusammenbringen darf, so hat die Auswanderung
derselben nach Kroatien und Dalmatien, obgleich wir deren Motive
nicht kennen, gar nichts bedenkliches; ja die Auswanderung
grösserer Volksmengen würde erst erklären, warum der Chrovatenname
im Norden seine alte Bedeutung völlig einbüsste. Ob bei
diesem Anlasse nicht auch ein Schwarm der Nordserben nach
Süden rückte, und sich hier mit dom sonst von ihm verschiedenen,
Gott weiss woher herbeigekommenen Südserbenstamme
vermischend, Anlass gab zu einer Erzählung, alle Serben seien
gleich den Hrvaten aus ihren Sitzen von Norden hergewandert,
wage ich nicht zu behaupten, doch kann auch Niemand das
Gegentheil versichern.
Mit der Einwanderung der Kroato-Serben und der moesischen
Slavon in die verödeten Räume der Halbinsel, ist die
slavische Wanderung nach etwa zweihundertjähriger Dauer
zum Abschluss gekommen; die Anordnung, welche im Jahre
657 sich darbietet, blieb im wesentlichen auch für die Folge
an der Elbe wie an der Donau. Verluste des rasch Erworbenen
hat das Slaventhum darauf viele erfahren — man beziffert
sie allein in Deutschland auf mehr als 3000 Quadratmeilcn
— eine Erweiterung aber nur nach Süden, bis in die
1 So, der polnischen Schriftsteller gar nicht zu gedenken, u. a. auch
Spruner in seinem Atlas.