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R o e s 1 e r.
Bederiana in der Nähe von Justinians Geburtsort stammend
schon in jungen Jahren Justinus genannt wurde und dass seine
Gefährten, die aus derselben Heimat mit ihm zum Waffendienst
auszogen, die Namen Zimarchos und Ditybistos trugen,
in welchen das alte thrakische Element erkennbar fortlebt. Endlich
ist Uprauda gar nicht eine slavische Form, die dem Justus,
geschweige einem Justinus oder Justinianus entspräche, denn
diese lautet pravidivu, pravidinü. Auch führte der Vater Justinians
den echt thrakischen Namen Säbatios, seine Mutter
und Schwester aber hiessen Vigiläntia, wofür die vulgären,
aber rein romanischen Formen Viglentia und Vigleniza waren.
Diese Namen bestätigen also nur, was wir sonst von der
Ethnographie des illyrischen und thrakischen Binnenlandes
wissen; über thrakischer Schichte lag eine jüngere Schichte
Römerthum, altnationale und römische Namen liefen darum
neben einander her.
So also war es bis 602, allein unter Phokas und noch
mehr unter Heraklios (610—641), als die ganze Kraft des
Reiches weit mehr als unter Maurikios auf die Abwehr der
östlichen Feinde in Asien, der Perser und Araber gerichtet
war und man gegen die Gefahren, die von Norden einstürmten,
und alles, was jenseits des Haemus vorging, die Augen schloss,
da gewann die slovenische Nation eher Gelegenheit, sich auch
in dem entvölkerten, an lachenden Landschaften reichen Moesien,
Dardanien und Makedonien anzusiedeln und einzuwohnen.
Eben für die nächsten 60 Jahre lässt uns aber die griechische
Geschichtschreibung auf diesem Schauplatz fast völlig in Stich.
Die Aufmerksamkeit ist einzig auf den Orient gerichtet, wo
der Kampf mit furchtbaren Gegnern nicht ausgeht, bis nach
grossartigem Schicksals Wechsel alles verloren geht.
Doch lässt sich so viel entnehmen, dass die Avaren Dalmatien
und das westliche Halbinselgebiet, welches durch Bollwerke
minder beschützt war, zum Zielpunkt ihrer Verheerungen
machten, ja unter Phokas ist vielleicht nur ein bedeutender
Heereszug nach dein moesisch-thrakischen Gebiete unternommen
worden. 1 Unter Heraklios dagegen ist der Ghagan 618 bis
1 Theophan. S. 461, HpaxXsiog o's 6 ßaaiXeu? ßaaiXeuaa?, eupe ^apaXeXu{j.[j.£va ta T7)$
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