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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 73. Band, (Jahrgang 1873)

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die  von  dem  Feuer  der  Hirten  ganz  mit  Russ  überzogen  ist.  —
Die  Stromufer  stürzen  von  liier,  hoch  und  schroff,  oft  senkrecht, ­
  zum  Fluss  ab,  und  ein  schmaler  Gang  ist  dicht  über
dem  Niveau  des  höchsten  Wasserstandes  in  den  Fels  gemeisselt.
An  einigen  Stellen  aber,  wo  die  Arbeit  zu  bedeutend  gewesen
wäre,  sieht  man  ganz  deutlich  die  viereckigen  Löcher,  in
welche  einst  die  Balken  eingetrieben  wurden,  welche  eine  Laufbrücke ­
  längs  des  Stroms  getragen  haben.  Dieser  Weg  ist  nun
an  vielen  Stellen  sehr  ungangbar  geworden,  obgleich  die  Bewohner ­
  der  nahe  liegenden  Ortschaften  sich  seiner  immer  noch
bedienen.  —  Der  Mangel  an  Schutz  vor  dem  Unwetter  kann
nun  allerdings  den  Soldaten  Strapazzen  auferlegt  haben,  wie
sie  aber  auf  der  kurzen  Strecke  sollen  arge  Verluste  erfahren
haben,  ist  bei  dem  Mangel  genauerer  Details  über  das  Ereigniss
nicht  zu  begreifen. 1
Die  endlichen  Folgen  des  ruhmreichen  Feldzugs  vom
J.  601  sind  der  grossen  Anstrengungen  nicht  würdig  gewesen.
Um  die  Gründe  darf  man  so  armselige  Geschichtschreiber  wie
Theophylaktos  und  Theophanes  nicht  fragen;  sie  melden  die
nackte  Thatsache,  und  diese  nicht  vollständig,  sondern  reissen
nach  Belieben  Stücke  davon  ab.  So  viel  erkennen  wir  aber,
dass  kein  Friedensschluss  erfolgt  ist.  Der  Krieg  wurde  vielmehr ­
  im  nächsten  Jahre  (602)  fortgeführt,  aber  leider  wieder
Petros,  der  Bruder  des  Kaisers,  mit  dem  Oberbefehle  betraut.
Dieser  bezog  in  Palatiolon  an  der  Donau 2  ein  verschanztes
Lager  und  verliess  es  nur,  um  nach  Dardanien,  die  Binnenlandschaft ­
  zwischen  Moesien  und  Makedonien,  zu  ziehen,  welche
man  bedroht  glaubte,  als  der  Chagan  oberhalb  der  Katarakte
ein  Heer  unter  Anführung  Apsichs  zusammenzog.  Apsich  versuchte ­
  es,  zunächst  den  Römern  die  Katarakte  zu  entreissen,
1  Ich  bin  über  diese  Strasse  ausführlicher,  weil  alle  Vorgänger  die  Traianische
  Strasse  und  den  Rückzug  des  Comentiolos  in  die  Landschaft  im
Norden  der  Donau  verlegt  haben,  wol  wieder  nuF  darum,  weil  die  Stellen
ausser  Zusammenhang  gelesen  und  beurtheilt  wurden.
2  Es  war  eines  der  Castelle,  welche  Justinianus  in  Moesien  hersteilen  liess
und  lag  gegenüber  von  Zikidiva  (Procop.  Zzißioa)  auf  dem  ,Festland 1 ,
unterhalb  des  Flusses  Islcos  (j.  Isker)  und  des  Castells  Utus,  an  der
heutigen  Uebergangsstelle  von  Islasch  oberhalb  der  Alutamiindung.  (Procop. ­
  de  aed.  4,  fi).  Bei  Theophylact.  S.  322  u.  324  findet  sich  die  irrige
Schreibung  riakotavokov.
            
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