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die von dem Feuer der Hirten ganz mit Russ überzogen ist. —
Die Stromufer stürzen von liier, hoch und schroff, oft senkrecht,
zum Fluss ab, und ein schmaler Gang ist dicht über
dem Niveau des höchsten Wasserstandes in den Fels gemeisselt.
An einigen Stellen aber, wo die Arbeit zu bedeutend gewesen
wäre, sieht man ganz deutlich die viereckigen Löcher, in
welche einst die Balken eingetrieben wurden, welche eine Laufbrücke
längs des Stroms getragen haben. Dieser Weg ist nun
an vielen Stellen sehr ungangbar geworden, obgleich die Bewohner
der nahe liegenden Ortschaften sich seiner immer noch
bedienen. — Der Mangel an Schutz vor dem Unwetter kann
nun allerdings den Soldaten Strapazzen auferlegt haben, wie
sie aber auf der kurzen Strecke sollen arge Verluste erfahren
haben, ist bei dem Mangel genauerer Details über das Ereigniss
nicht zu begreifen. 1
Die endlichen Folgen des ruhmreichen Feldzugs vom
J. 601 sind der grossen Anstrengungen nicht würdig gewesen.
Um die Gründe darf man so armselige Geschichtschreiber wie
Theophylaktos und Theophanes nicht fragen; sie melden die
nackte Thatsache, und diese nicht vollständig, sondern reissen
nach Belieben Stücke davon ab. So viel erkennen wir aber,
dass kein Friedensschluss erfolgt ist. Der Krieg wurde vielmehr
im nächsten Jahre (602) fortgeführt, aber leider wieder
Petros, der Bruder des Kaisers, mit dem Oberbefehle betraut.
Dieser bezog in Palatiolon an der Donau 2 ein verschanztes
Lager und verliess es nur, um nach Dardanien, die Binnenlandschaft
zwischen Moesien und Makedonien, zu ziehen, welche
man bedroht glaubte, als der Chagan oberhalb der Katarakte
ein Heer unter Anführung Apsichs zusammenzog. Apsich versuchte
es, zunächst den Römern die Katarakte zu entreissen,
1 Ich bin über diese Strasse ausführlicher, weil alle Vorgänger die Traianische
Strasse und den Rückzug des Comentiolos in die Landschaft im
Norden der Donau verlegt haben, wol wieder nuF darum, weil die Stellen
ausser Zusammenhang gelesen und beurtheilt wurden.
2 Es war eines der Castelle, welche Justinianus in Moesien hersteilen liess
und lag gegenüber von Zikidiva (Procop. Zzißioa) auf dem ,Festland 1 ,
unterhalb des Flusses Islcos (j. Isker) und des Castells Utus, an der
heutigen Uebergangsstelle von Islasch oberhalb der Alutamiindung. (Procop.
de aed. 4, fi). Bei Theophylact. S. 322 u. 324 findet sich die irrige
Schreibung riakotavokov.