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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 72. Band, (Jahrgang 1872)

Beiträge  zur  Geschichte  der  Sprachgelehrsamkeit  hei  den  Arabern.

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2)  Zu  Nr.  I.  dieser  Beiträge.  (Sitzungsberichte  Bd.
LXVII.  S.  209)
Wir  haben  an  angeführter  Stelle  nachzuweisen  gesucht,
dass  confessionelle  Vorurtheile  bei  den  Muhammedanern  zuweilen ­
  das  Urtheil  über  Sprachgelehrte  zu  trüben  vermochten.
Es  ist  ganz  merkwürdig,  dass  auch  az-Zamachsari,  der  doch

durch  sein  tjJ&Juc  einerseits  und  durch  sein  kä^Ld!  u-Lu.1
andererseits  mit  Recht  unter  den  Säulen  der  arabischen  Sprachgelehrsamkeit ­
  genannt  zu  werden  verdient,  diesem  Vorurtheile
nicht  entgehen  kann;  er  war  bekanntlich  Mu'tazilite  und  legte
den  Koran  im  Sinne  dieser  dogmatischen  Schule  aus  in  einem

Werke  ,(v  sLw_S3t)  das  die  orthodoxe  Schule  wol  verwerfen  musste,
aber  dennoch  plagiren  und  excerpiren  durfte.  Der  andalusische
Gelehrte  Abü  Hajjän  1  lässt  nun  bei  Gelegenheit  einer  sprachlichen ­
  Erörterung  folgende  Worte  fallen:  ,Diese  Antwort
wurde  freilich  von  den  in  der  arabischen  Sprachgelehrsamkeit ­
  schwachen  Männern  z.  B.  von  az-Zamachsari

und  Anderen  gut  geheissen'  «Äx  i_ilyil  Ick®
1  Jjbo  SLo^xJI  JjM  xäjtö

In  dieselbe  Rubrik  gehören  noch  einige  Erscheinungen
auf  dem  Gebiete  der  arabischen  Sprachgelehrsamkeit,  die  ich
hier  hervorheben  will.  Die  Professur  der  Grammatik
an  der  Hochschule  an-Nizämijja  war  zu  einer  Zeit  von
dem  Umstande  ahhängig  gemacht,  dass  der  betreffende  Hoch-1

  Bei  as-Sanawäni,  in  seinen  Antworten  auf  sieben  Fragen  des  Sujuti
(Hschr.  der  Hofbibliothek  Cod.  Mixt  191,  b,  Bl.  18  recto).
            
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