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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 72. Band, (Jahrgang 1872)

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Goldzihor.

dürfen  daher  mit  Recht  voraussetzen,  dass  irgend  ein  Zusammenhang ­
  zwischen  der  Uebersetzung  und  dieser  Vertheidigungsliteratur
  besteht,  wenn  auch  kein  directer  und  causaler,  so  doch
derjenige,  dass  beide  auf  ein  Wiederaufleben  der  lexiealischen
Wissenschaft  in  der  Türkei  schliessen  lassen.
Wenden  wir  uns  vorerst  zu  dem  Buche  Däwüdzäde’s.
Der  volle  Name  des  Verfassers  ist:  Muhammed  b.  Musfapha
b.  Däwud  b.  Kemäl,  oder  Muhammed  b.  Mustapha
ad-Däwüdi;  bekannt  ist  er  noch  unter  dem  Namen  Ibn
Iljas  Dawüdzade.  Sein  Werk  das  er  ebenfalls  als  eine
Art  zum  Kämüs  anlegte  1  führt  den  Titel:  ia-uLU!  ^JJI
■  J  ^^äJI  IiaäJI  JoiLcI  £
Es  lag  mir  in  einer  Handschrift  der  Leipziger  Universitätsbibliothek ­
  vor,  wo  es  No.  70  der  Ref&'ijja-Sammlung  bildet.
Der  Codex  umfasst  55  Blätter  in  quarto  zu  29  Zeilen  und
wurde  nach  dem  Autographe  des  Verf.  abgeschrieben. 2  Biographisches ­
  Material  hat  sich  mir  ausser  dem,  was  ich  aus
dem  Buche  selbst  schöpfen  konnte,  in  Bezug  auf  diesen  Gelehrten
nicht  dargeboten.  Im  biographischen  Werke  Nau'izäde’s
vermissen  wir  einen  Artikel  über  Dawüdzade.  Nur  soviel  ersehen
wir  aus  Hägi  Chalfa,  der  das  uns  hier  beschäftigende  Werk
kennt,  dass  der  Verfasser  im  Jahre  1017  der  Higra  starb.  3
Ich  entnehme  aus  mehreren  Stellen  seines  Werkes,  dass
unser  Verfasser  eine  Art  von  Melancholikus  sein  mochte,  der
mit  sich  und  der  Welt  unzufrieden,  immer  über  Zurücksetzung

1  Das  Titelblatt  bietet  die  Aufschrift:  ^^LäJI  ^c  *  1  I  <rxJJI

  J,l  j-aääJI  tkytAJ  I  IoaäsJ!

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zu  sein!  denn  der  Zustand  der  Hschr.,  namentlich  einige  Lücken
deuten  darauf,  dass  wir  es  hier  mit  keinem  Autograph  zu  thun  haben.

z.  Bl.  34  verso  ....  Lol^
a  H.  Ch.  IV  p.  491.
            
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