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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 72. Band, (Jahrgang 1872)

Beiträge  zur  Geschichte  der  Sprachgolehrsamlceit  hei  den  Arabern.

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seit  dem  ich  dieselbe  versuchte,  meine  Vermuthung  in  positiver
Weise  genügende  Bestätigung  fand.  Herr  Dr.  Pertsch  machte
mich  nämlich  (in  einem  Briefe  vom  Juni  1871)  darauf  aufmerksam ­
  ,dass  sich  im  asiatischen  Museum  zu  St.  Petersburg ­
  laut  einer  Mittheilung  bei  Dorn  (Geschichte  jenes
Museums,  p.  285  Nr.  11)  ein  Buch  von  as-Safadi  befindet,
welches  Lebensbeschreibungen  berühmter  Blinden  enthält.'  Diese
Notiz  veranlasste  mich  die  Güte  meines  verehrten  Freundes,
des  Herrn  Baron  Dr.  von  Rosen  zu  St.  Petersburg  in  Anspruch
zu  nehmen,  und  über  genannte  Handschrift  genauere  Auskunft
zu  erbitten.  Diese  ergab  nicht  nur,  dass  in  dem  fraglichen
Biographienwerke,  as-Safadi’s  Buch:  oA5  ^  oJo
vorliegt,  welches  H.  Chalfa  nicht  kennt,  und  worauf
unser  Anonymus  als  auf  sein  eigenes  Werk  Bezug  nimmt,
sondern  auch  —  und  dieser  Punkt  ist  für  die  Geschichte  der
arabischen  Lexicographie  von  Bedeutung  —  dass  as-Safadi  seine
etymologische  Methode  nicht  bloss  auf  die  Consonantengruppe
anwendete,  sondern  derselben  allgemeine  Geltung  zumuthete.
  In  der  Petersburger  Handschrift  wird  nämlich,  bevor
der  Verfasser  zum  eigentlichen  Gegenstand  seiner  biographischen

Arbeit  übergeht,  eine  ganz  nach  dem  Plane  der  IGuXLo  zu  dem
von  uns  besprochenen  gearbeitete  Einleitung ­
  vorausgeschickt,  in  deren  erstem  Capitel  as-Safadi  an
der  Gruppe  ganz  in  derselben  Weise  herumspeculirt,  wie
er  in  den  ,Einäugigen'  an  der  Gruppe  g  demonstrirt
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v-iliJI  (5,  l*ij  Lc  jva+.H.

^oaJI  Wir  sehen  jedoch,  dass  in  dieser  Untersuchung ­
  der  dritte  Wurzelconsouant  gleichgültig  ist,  dass  also
hier  eine  Methode  vorliegt,  wie  sie  im  Kleinen  auch  von
al-Beidäwi  geübt  wurde  und  welche  wie  ich  später  nachweisen
will  1  von  den  Sprachgelehrten  als  besondere  Methode  des

1  S.  unten  Nachträgliches 1  1.
            
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