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B ü d i u g e r.
tionsänderung. Im dritten Buche findet sich zunächst die nothwendige
Wiederanknüpfung nach dem eingeschobenen Stücke:
gegen den eben geschilderten Amasis zog Kambyses äywv y.ai
äXXouc tiov f ( py_£ y.at ‘EXX^vtov ’'Itov«s ze y.at AioXsac Si’ atürjv xsrqvos.
Es ist nun aber auch der vor der Einschiebung stehende Satz
umgeformt worden. Kambyses, heisst es jetzt II, 1, betrachtete
die Jonier und Aeoler als ob sie Sclaven aus seinem väterlichen
Erbe wären: ’Lomc [j.sv y.ai AioXsac w? SouXou; liaxponott:
iov-a? ivcij.'ls, und unternahm einen Feldzug gegen Egypten, bei
welchem er unter anderen Unterthanen in der That auch Hellenen
seiner Herrschaft mitnahm: ezi de Aiyumov eizoteezo zzpaxv]XacjtY]v
47,Aon? ze TtapaXaßwv xüv vjpyy y.at Btj y.at ‘EXXvp/wv twv
er.ey.pdzee. Der Unwille über die Heeresfolge seiner Landsleute
gegen Egypten, an sich schon eine seltsame Einleitung für die
Geschichte des Feldzuges — wie denn diese Heeresfolge im
ersten Capitel des dritten Buches ganz unbefangen erzählt
wird — ist vollends unverständlich in einem Satze, der den
Uebergang zur Darstellung Egyptens bilden soll: die Egypter,
erzählt unser Autor zunächst, hielten sich vor Psaimnetich für
die älteste Nation. Ob nun aber die wenig glückliche Veränderung
des ursprünglichen Satzes überhaupt nicht von späterer
Hand herrühre 1 oder Herodot zuzutrauen sei, das zu entscheiden
muss ich der Prüfung besserer Kenner seines Sprachgebrauches
überlassen.
Bleibt es nach diesen Erwägungen und bei dem Mangel
eigener chronologischer Anhaltspunkte des zweiten Buches unentscheidbar,
wann die egyptischen Geschichten in die höchst
wahrscheinlich vor dem Spätherbst 442 bis zur Eroberung von
Samos (HI, 149) abgeschlossenen früheren persischen Geschichten
eingereiht worden seien, so ist ein Zweifel über das
Local der Iiedaction dieses eingereihten Abschnittes schwerlich
zulässig. Mit Recht hat Kirchhoff 2 hervorgehoben, dass nur
Athen hiefür denkbar sei. Denn wenn auch der Schlusssatz
1 Nur einer solchen wird man doch auch die ganz umnotivirte und im
Munde eines Griechen des fünften Jahrh. v. dir. seltsame Insulte zuschreiben
können, die sieh jetzt in der griechischen Version von Psammetich’s
Verfahren, um zur Ursprache der Menschheit zu gelangen, findet
II, 3 ("EXArjve? 8k Xsyouaiv) aXXa ~i u.axaia izoAAa xai (d>s x. x. X.),
2 Abfassungszeit, 13.