Zur egyptisclien Forschung Herodors.
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entspricht, mit den dritthalb ersten, Athen kaum (I, 59—65;
II, 7, 177, allenfalls I, 29 — 34, 86; II, 156) berührenden Büchern
allein begründet werden konnte. Dazu stelle man sich vor,
dass beide Posten in demselben Jahre', oder doch in zwei auf
einander folgenden verausgabt und in der Volksversammlung
erwogen worden sein müssen.
Wenn dagegen Herodot die drei letzten Bücher des uns
vorliegenden Werkes — abgesehen von den Hinzufügungen
seiner späteren Jahre und damals schon redigirten und publicirten
früheren Abschnitten — bald nach dem Abschlüsse des
dreissigjährigen Friedens mit Sparta (Anfang d. J. 445) in
Athen öffentlich vorlas, so begreift man beides, die Begeisterung
der Hörer und die ungewöhnliche Belohnung des Autors.
Denn hier zuerst lag eine künstlerisch geordnete und zu
mündlichem Vortrage vorzüglich geeignete Erzählung der Thaten
vor, welche die Athener im Bunde eben mit den Spartanern
gegen den grossen Xationalfeind vollbracht hatten. Mit der
siegreichen Heimkehr nach Griechenland 2 von der dem Trojanerkriege
vergleichbaren Fahrt nach dem Osten und speciell
der Athener nach der von ihnen allein vollendeten Eroberung
von Sestos war ein würdiger Abschluss 3 der Geschichte wie
der alten Allianz, so des Befreiungskampfes gegeben.
Mit ihren eigenen Thaten war aber der Vorleser in der
Lage, den Athenern auch authentische Kunde von den Vorgängen
im Lager des Xerxes durch genaue Mittheilungen zu
1 Der betreffende Einfall der Spartaner unter Pleistoauax und Kleandridas
fällt in das Jahr 446; vgl. Schäfer, de rerum post bellum Persicum —
gestarmn temporibus Japs. 1865) p. 7.
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IX, 121. Das folgende, letzte Capitel aus der Ahneugesehichte des nach
der Einnahme von Sestos geopferten Satrapen ist ein Nachtrag zu der
Cap. 116 erzählten eigenen Vorgeschichte dieses Beamten, dem Autor
erst bei einer spätem Redaction bekannt geworden und in unserin Text
an den Unrechten Ort gerathen.
3 Mit dieser Beschränkung auf die drei letzten Bücher wird man die Meinung
G. Rawlinson’s (Herod. IV, 389 n.) billigen können, dass, das Werk
historisch und künstlerisch, wenn nicht gänzlich zu Ende gebracht, doch
abgeschlossen (concluded) sei: the tail of the snake is curved round into
his mouth, meint der Vfr. mit seltsamer Emphase.