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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 72. Band, (Jahrgang 1872)

Beitrag  zur  Geschichte  des  canouischen  Rechtes.

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behaupten,  die  Appendix  habe  diese  Decretalen  aus  der  Lipsiensis
  entnommen,  erstens  weil  sie  in  dieser  keineswegs  alle
genau  so  vorfand,  1  zweitens  weil  es  unbegreiflich  wäre,  wenn
sie  gerade  diese  wenigen  Stücke  in  der  Lipsiensis  und  nicht
dort  gesucht  hätte,  wo  sie  die  Masse  vorfand,  drittens  weil  sie
dann  wohl  auch  die  in  der  Lipsiensis  allein  stehenden  herübergenommen ­
  haben  würde.  Was  die  drei  anderen  Stücke  betrifft,
so  wird  wohl  Jeder  zugeben,  dass  sie  dafür  näher  liegende
Quellen  hatte.  Ausser  Zweifel  steht  ferner,  dass  die  Lips.,
Cass.  und  Bamb.  in  der  engsten  Verbindung  mit  einander
stehen,  da  im  Grossen  die  Uebereinstimmung  eine  vollständige
ist  und  ohne  gegenseitige  Benutzung  gar  nicht  erklärt  werden
kann.  Um  dies  Verhältniss  zu  erkennen,  muss  man  den  von
Allen  hervorgehobenen  Umstand  beachten,  dass,  je  grösser  die
systematische  und  sonstige  Ordnung  ist,  desto  jünger  die  Sammlung ­
  ist,  indem  sich  gar  nicht  annehmen  lässt,  Jemand  habe
eine  geordnete  Sammlung  zerrissen  und  dadurch  das  Aufiinden
erleichtern  wollen;  es  ist  gleichfalls  eine  durch  die  Geschichte
aller  vorhergehenden  und  nachfolgenden  Sammlungen  bestätigte
Thatsache,  dass  jeder  Sammler  vorzugsweise  das  seiner  Zeit
nächstliegende  Material  berücksichtigt  und,  wofern  er  nicht  zu
ganz  concreten  Zwecken  sammelt,  auf  Ergänzung  der  Lücken
seiner  Vorgänger  bedacht  ist.  Endlich  finden  wir,  dass,  je

abbas  L.  XXXV.  ‘23,  C.  XL1I.  24,  B.  XXXII.  23  in  A.  XLVI.  4.  3)  Consuluit
  nos  v.  (1.  L.  XLVII.  25,  C.  LI.  23,  15.  XLI.  22  in  A.  L.  54.
4)  Praet.  qui  ad  ap.  sed.  L.  XLVII.  32,  C.  LI.  30,  B.  XLI.  30  in  A.
L.  53.  5)  In  eminenti  specula  L.  XLVII.  40,  C.  LI.  37,  B.  XLI.  35  in
A.  XLIX.  12.  6)  Magnif.  tuae  L.  LII.  29,  C.  LIII.  22,  B.  XLIII.  22  in
A.  L.  32.  7)  Gravis  illa  et  odibilis  L.  LIII.  1,  C.  LIII.  25,  B.  XL1V.  1
in  A.  L.  35.  8)  Cons.  nos  t.  f.  an  sit  L.  LV.  5,  C.  LIV.  5,  B.  XLV.  5
in  A.  L.  30.  9)  A  memoria  non  exeedit  L.  LVI.  3,  C.  LV.  3,  B.  XLVI.  3
in  A.  L.  37.  10)  Cons.  n.  t.  d.  q.  f.  s.  in  L.  L1X.  50,  C.  LV1II.  34,
B.  XLIX.  33  in  A.  XLV.  4,  11)  Tua  trat.  n.  c.  in  L.  LIX.  52,  C.  LVI1I.
37,  B.  XLIX.  35  in  A.  L.  41.  12)  In  arcli.  tno  dicitur  L.  LX.  10,  C.
LIX.  9,  B.  L.  9  in  A.  L.  48.  Die  Stelle  Si  sac.  sciat  (August.)  in  L.
XXXII.  8,  C.  XLI.  6,  B.  XXXI.  0  steht  in  A.  L.  55;  die  ex  cone.  apud
Guarmeriam  in  L.  LXV.  3,  C.  LXIV.  3,  B.  LIV.  3  stellt  in  A.  L.  40.
1  App.  XIX.  0  hat  richtig  Lucius  III.,  die  anderen  Alexander  III.  (vorhergehende ­
  Note),  c.  4.  App.  XLVI.  4  ist  in  Lips.,  Cass.  und  Bamb.  verstümmelt. ­

            
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