478
Bü einiger.
Söhnen — statt Efraim’s und Manasse’s natürlich Josef und
Levi mitgezählt — beigesetzt worden sei. Der betreffende
Kauf Jacobs wird in einem in das 33. Capitel der Genesis
(Vers 19) eingeschobenen Zusatze behauptet und zwar als geschehen
,von den Kindern TJemors, des Vaters Sichems, um
hundert Qesita'; 1 die Angabe ist aber wohl zuerst von derselben
Hand auch dem Buche Josua (24, 32) angehängt. Sie ergibt
sich unmittelbar als Nachahmung von Abrahams echtem
Kauf in Hebron, da die Summe vermuthlich genau den 400
Sekel der echten Urkunde (Genesis 23, 16) entspricht, und
wird bei der Aufrichtung eines den beiden Stämmen Efraim
und Manasse gemeinsamen Heiligthums in der Levitenstadt
Sichern zu Ehren Josefs des Fictivvaters in jener Stelle des
Buches Josua erwähnt. Da nun gleichzeitig der Ausstattung
des Hohenpriesters Pinehas mit Grundbesitz in dem Gebiete
der Efraemiten und der Bestattung seines Vaters auf diesem
Gute gedacht wird (Josua 24, 33), so darf man wohl sagen,
dass Pinehas, der seinen egyptischen, den Neger bedeutenden
Namen 2 nie abgelegt hat, mit der Einrichtung des Cultes in
naher Beziehung stehen und wenn nicht überhaupt der Uebersetzer
oder erste Verfasser einer der Grundschriften des Hexateuchs,
so doch einer der Fortbildnor des Josefmythus sein
dürfte. Denn an der Ordnung und Befriedigung des Volkes
nach geschehener Landeseroberung erscheint Pinehas im Buche
Josua (Cap. 22) in ganz hervorragender Weise betheiligt.
1 Sonst nur Hiob 42, 11, wo die LXX (II, 36 ed. Tiscliendorf) auvaiia |j!av
haben, während sie an unseren beiden Stellen btairbv ä(j.V(Sv, djj.v«3cov
sxaro'J haben (I, 40 und I, 281), was seinerseits wieder erklärt sein will,
da an ,Lämmer 1 — Werth doch nicht zu denken. Ich folge übrigens Gesenius
s. v. Qesita (thes. IV).
2 Pe-nehasi ,der Neger 1 nach Lautli, Moses S. 70. Als Königsnamen glaubt
ihn Lauth in der 13. oder 14. Dynastie nachweisen zu können. Vergleichen
lässt sich, dass der russische Grosskönig und Bekehrer Wladimir
seinen schwedischen Namen Walldimar kaum geändert hat, während von
seinem Vater Swiatoslaw nur der slavische Name, gleichwie von Pinehas’
Vater Eleazar nur der hebräische, nicht der egyptisclie bekannt ist, dagegen
der Grossvater Ingvar (Igor) ■ nur einen normännischen, wie Eleazar’s
Vater Aaron höchst wahrscheinlich nur einen egyptischen Namen
hatte (vgl. meine ,Normannen und ihre Staatengründungen (in v. Sybel's
hist. Ztschft. IV 341 und 3öl).