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teiidinger.
in alter und neuer Zeit von den bei Weitem meisten Erklären!
auf die Vergangenheit und auf zwei sonst unbekannte Götternamen
bezogen worden. 1
Dass diese beiden Namen, buchstäblich Skvt und Kivn,
falls sie egyptische Götter darstellen, sich so einfach wie Nechusetan
hieroglyphisch transscribiren lassen, darf man freilich
nicht erwarten. Denn der Schlange ist ununterbrochen und
officiell von Moses bis auf Hiskia Weihrauch dargebracht
worden und ihr correcter Name konnte also nicht in Vergessenheit
gerathen. Dagegen kann hier, falls überhaupt von
egyptischen Culten der Vergangenheit die Rede ist, nur an
längst abgetliane gedacht sein, bei deren Namen leichte Lautveränderungen
nicht befremden werden.
Eine ernstere Schwierigkeit bietet in diesem Falle die
zweite Hälfte des Satzes, weil in ihr die Verehrung eines
Gottes als Stern oder eines Steimes als Gottheit erwähnt wird.
Bei den Egyptern erscheint nun wohl, auch bildlich, ,ein Stern,
verbunden mit der Vorstellung des Gebetes', aber in ihren
alten Monumenten findet sich keine Identification eines Gottes
mit einem Planeten; 2 an einen solchen würde man aber bei
einer Sterngottheit der Hebräer zuerst denken müssen, da —
wie noch näher zu erörtern — die Hebräer in Egypten die
angeblichen sieben Planeten bereits aus langer Gewöhnung
kannten.
In der That hat man, von anderen Missdeutungen abgesehen,
bei dem ,bis zu einem gewissen Grade astralen Charakter
1 Von Neueren ist namentlich Ewald’s (Propheten I, 105) Autorität für
Verlegung des Satzinhaltes in die Zukunft und Uebersetzung der beiden
dunklen Worte durch ,Pfahl 1 und .Gestelle 1 . Hitzig (kleine Propheten,
zweite Aufl., 117 flgde) bezieht den Satz zwar auf .vergangene Handlung 1 ,
versteht aber unter jenen Worten .Klotz (von König) 1 und ,Säule“, beginnt
dann mit kokhab einen neuen Satz: .ein Stern war Euer Gott 1 . In der
sonst unverständigen, obwohl schon in der Stefanusrede (Apostelgeseh.
7, 43) als canoniscli reproducirten Uebersetzung der LXX (II, 226, ed.
Tischendorf) — xai dvökdßsxE T7jV Gzvjvijv xou MoXoy xa'i xo astpov xoü Oeoü
üij.(üv 'Paioav tou( xürau? auxüiv ojc sxoLv^craxE lauxoi; — ist die Identification
des Kivn mit dem angeblich (vgl. Winer, bibl. ßealwörterbuch, 2. Auf!.,
II, 416) spätegyptisclien Namen des Planeten Saturn, Keplian, literarisch
erwähnenswerth, wenn auch sachlich wenig bedeutend.
2 Gardner Wilkinson, customs and manners, a new series I, 292.