Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 72. Band, (Jahrgang 1872)

Ueber  ein  Capitel  ans  Aristoteles*  Politik.

41

Gottheit  Bezug-  genommen  wird,  sj/oXvj  yap  av  6  0sb?  v/ot  y.aXw?
y.ai  irä?  6  zoa|j.oc,  oi?  oüy.  öiaiv  ll;wx£piy.al  TipaJjst?  i;apa  xd?  oiy.cta?  xd?
abxwv,  ist  in  keinem  Betracht  verschieden  von  der  Berufung
auf  die  göttliche  Eudaemonie  in  unserem  Capitel,  und  wenn
Bernays  für  jene  Stelle  auf  'den  rasch  dahineilenden  Ausruf,
mit  welchem  die  in  Frage  kommende  Seite  des  göttlichen
Wesens  berührt  wird’  verweist,  so  haben  wir  ja  in  breiterer
Ausführung  denselben  Gedanken  in  derselben  Verwendung  in
der  Nikom.  Ethik  10,  8.  1178b  7  f,  ok  xsXeia  Eu8aip.ovta  oxt
Öicopvjxiy.^  xi?  eaxiv  evkpysia,  y.ai  svxsvOsv  av  savsfvj.  xsu?  Osou?  ydp
p.aXiaxa  fe£iX-q<pap,£V  p.ay.apio'j;  y.ai  sooatp.sva?  £ivac  -pd^sic  Sk  -oia?
a-xovsTp.ai  /pswv  aüxoi?;  und  nachdem  die  Unstatthaftigkeit  solcher ­
  xpdijst?  bei  den  Göttern  in  drastischer  Weise  dargethan
ist,  schliesst  Aristoteles  woxe  -q  xoi  0£o3  kvepyeia,  p.ay.apiovfjxi  Biatpepouaa,
  0£(opYjxo«;  av  si'rj,  y.ai  xwv  avOpwTiivwv  oy;  yj  xaüxv)  GuyysvsaxdxY)
iüBatp.ov.y.uxdxr,  (Bernays  S.  121  f.).  Und  ähnliche  Verweisungen
auf  die  Gottheit  und  Besonderheiten  des  göttlichen  Wesens
für  die  Aufhellung  menschlicher  Dinge  begegnet  man  allein
in  der  Ethik  so  oft,  dass  Bernays’  Verwunderung  hierüber  in
der  Tilgt  verwunderlich  erscheinen  darf,  so  7,  15.  1154  b  25
dass  die  yjäovj  bei  Menschen  nicht  einfach  sei  Sta  xo  p.vj  airXYjv
■qp.Gr/  sivat  xv)v  (ft/ai-i  .  .  .  sxsi  £i  xou  -q  <puatc  axXvj  eI'y],  asi  yj  abvq
~pa|i?  'qo'.tjvq  laxat.  oib  ö  Osb?  äci  piav  y.ai  dbcXijv  ‘/aipsi  Yjoovvpr  ou
yap  pivov  y.'.v^aeoi?  laxtv  eyepyeta  äXXa  y.ai  äy.tvryiac,  8,  9.  1158  b  35
dass  bei  grossem  Abstand  in  Tugend  oder  Schlechtigkeit  und
anderen  Dingen  Freundschaft  nicht  mehr  bestehen  kann:
kg^avkaxaxov  ok  xsüx’  kxi  xwv  0=öv  xXstaxöv  yap  oüxo'.  maoi  xot?  äya-0oi?
  {ntepe^ouatv  y.xX.,  und  sonst  vielfach  mehr  beiläufig,  jedoch
so,  dass  man  aus  der  Häufigkeit  solcher  Rücksichtnahme  diese
Gedankenrichtung  als  dem  Aristoteles  durchaus  nicht  fremdartig ­
  oder  in  wissenschaftlicher  Untersuchung  vermieden  deutlich ­
  wahrnimmt.
4)  Doch  mehr  noch  als  die  Anrufung  Gottes  selbst  ist
die  davon  gemachte  Anwendung  in  unserer  Stelle  für  Bernays
ein  Zeugniss  der  Unursprünglichkeit  dieses  Abschnittes  gewesen. ­
  Zu  welchem  Zwecke  wird  denn  auf  die  göttliche
Eudaemonie  verwiesen?  Aristoteles  zog  aus  der  bisherigen
Erörterung  den  Schluss  (ox:  p.  kv  ouv  sy.aaxw  xy)?  E’joa'.p.ovias  imßdXXct
  y.xX.),  dass  das  Mass  der  Glückseligkeit  des  Menschen
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.