ägyptische Einwirkungen auf hebräische Culte.
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ne/i ,beschützen', die zweite aus 'seten ,Königskrone' gebildet
ist; denn das lautlich denkbare 'suten ,König' ist durch die
sogleich zu erörternde Bedeutung des Ganzen ausgeschlossen.
Die masorethische Lesung Nechu§etan, schon von der griechischen
Uebersetzung 1 nicht gebilligt, ist der Klangähnlichkeit
des Namens und des Metalles (nechoiet) 2 dieses Idoles entnommen.
Die von den Egyptern auf die Hebräer übergegangene
Bezeichnung Nechusetan oder Nechisetan 3 in der
Bedeutung von ,Kronscliutz-' entspricht vielmehr genau der
griechischen von ßatnXtV/.o: für die in Egypten verehrte Natter;
denn auch dieses Wort ist ja nur eine Uebersetzung von uara,
ara, koptisch ouro, welches zugleich ,Natter' und, wohl ursprünglicher,
4 ,König' bezeichnet.
Ein Bild dieser Schlange gehörte regelmässig zum Kopfschmucke
der Pharaonen. Auch bei verschiedenen Göttern
erscheint dieser Kopfschmuck, und das Bild der Schlange bezeichnet
hieroglyphisch die Göttin. 5
Ein anderer als der erwähnte, mit dem königlichen stimmende
Name, der diesem gefährlichen Thiere beigelegt wurde,
war der gräcisirte: ,Thermuthis'. 6 Es kann aber nicht Wun-1
ed. Tiscliendorf (Lipsiae 1860) I, 481: NesaOav oder Neo0äv.
2 Noch Gesenius thesaurus IT, 876 leitet das Wort davon ab. Ueber die
Unzulässigkeit der Wiedergabe des egyptischen einfachen s (bei Brugsch,
Wörterbuch IV, 1149) durch ein hebräisches s (Schin) statt Samech (hier
Sin) lind umgekehrt des hebräischen s durch egyptisches s hat sich der
Vicomte de Rouge (revue archeol. n. s. XVI, 87 und mem. de la soc.
fran$. de numism. et d’arch6ol. 1869 I, 9) erschöpfend ausgesprochen.
Ueber die Wandlung der Zischlaute in Fremdwörtern bei den Hebräern
bringt von anderer Seite Aufschlüsse (1872) Schräder: ,die Keilinschriften
und das alte Testament* S. 247 und die ,assyrisch-babylonischen Keilinschriften*
(Ztschft. d. deutschen morgenl. Ges. XXII) 168, 176, 195 flgde.
3 Das von Masorah und LXX überlieferte a der Scliluss-Sylbe wird man
beibehalten dürfen.
4 G. Ebers, Egypten und die Bücher Moses (Leipzig 1868) I, 265, Anm. Z. 3.
5 Gardner Wilkinson in G. Rawlinson’s Herodotus (1862) II, 104 und desselben
customs a. manners, new series I, 239, II, 239 first series II, 184«
Unzutreffende, weil jüngere medicinische Auffassungen bei Knobel a. a.
O. 110.
6 This serpent (the asp) was called Thermuthis. G. Wilkinson n. s. II, 239*
The title Thermuthis ,the giver of death* (?), if it was really applied to
her (Isis) Ib. I, 367.