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V a h 1 e n
Scheinbeweise sein durften, ftiit denen man Ueberredung beim
grossen Publicum aber nicht wissenschaftliche Ueberzeugung
erzielen kann, oder wenn wirklich, was doch nur eine durch
keine Thatsache erhärtete allgemeine Annahme ist, die Dialoge
von solcher Beschaffenheit waren, so darf man sich billig
wundern, dass Aristoteles ihnen hier zur Begründung der wünschenswerthesten
Lebenslage, die der Ausführung über die beste
Staatsverfassung zur Einleitung dienen soll, Argumente entlehnte,
von denen er selbst am klarsten erkannt hatte, dass sie
Angesichts des 'grösseren Publicums’ vielleicht einigen Werth
beanspruchen konnten, für eine wissenschaftliche Darlegung
aber unbrauchbar seien. Und was nun insbesondere das Argument
betrifft, dass 'das an sich Wünschensworthe vorzüglicher
sei als das nur um eines Andern willen Wünschenswerthe’, so
möchte doch die Beobachtung, dass mit demselben Argument
z. B. auch in der Ethik 1, 5 1 operirt wird, darüber zweifelhaft
machen, dass unser Capitel einen von der 'Methode der
Ethik’ erheblich abstechenden, nur populären Schriften eignenden
'wissenschaftlichen Charakter’ an sich trage.
Aristoteles schliesst seine Deduction der grösseren Wichtigkeit
geistiger Güter für die Glückseligkeit ab, indem er
zugleich seiner Gewohnheit gemäss noch ein und das andere
Argument wie nachträglich anschliesst:
'ov. [jlv oüv S7.äcxu vqc, e’uSaip.ovta; iinßäXXst totoütov
oaov Trep dpstiji; xat <ppovv5<js(os y.ai tou upd-ctstv xaxa ra6-i«s,
2 £cto) auvwp.o'Xo-pjp.svov v)(Av, jj.apTUpt tw Oew ^pwp.e-1
1097 a 28 xb 8’ aptaxov xe'Xeiov ti cpa(v£xat. oSax’ ei (jev saxtv sv xt p.dvov
X^XstOV, xoux’ av £*17) xb £7jX0U[J.SV0V, El 0£ 7cXs(a), xo xsXEioxaxov XOUXOüV. xeXeioxepov
8s X^yop.sv xb xaO’ auxo ouoxxov xoü 8t’ sxepov xat xb
[X7]8^7uox£ 8 i’ aXXo aipExov xwv xat xaO’ aüxa xat 8ta xoüö’ alpsxwv,
xat a"Xio? 8^ xe'Xeiov xb xaO 1 auxo aipsxov a£t xat [j.7]8s~ox£ 8t’ aXXo.
xotoüxov 8 1 f\ su8at[j.ov(a [j-aXtax’ Etvat Soxst*.
2 Bernays schreibt wohl nur irrthiimlicli xax’ auxa?. Die auch für die hiesige
Stelle bezeichnende Verbindung der Tugend (d. h. der tugendhaften
Qualität) und des tugendgemässen Handelns (oder was dasselbe ist, der
tugendgemässen svs'pyEta) begegnet sowohl sonst als Nik. Eth. 10,2. 1173 a 15
X^youat 8e xb p.sv ayaOov wptaOat, X7)v 8’ 7]8ov7)V abptaxov slvat, oxt Ss'^Exat xb
p.aXXov xat xb f^xxov. st jilv oüv ex xoü 7j8Ea0at xoüxo xp(vou<jt, xat 7cspt X7jv
8txatoaüv7]v xat xa? aXXa? apsxa?, xaO’ a? svapyto? cpaa't (xaXXov xat fjxxov xou?
~otoü? UTtapystv xat (rcpaxxstv) xaxa xa? apsxa?, saxat xb auxo- 8(xatot yap Etat